Kurzurlaub in Dubai: Was ihr euch unbedingt anschauen solltet

Im September wollten wir eigentlich nur für zwei Wochen nach Bali fliegen – letztendlich wurde daraus dann eine dreiwöchige Reise durch vier Länder. Der Grund dafür ist recht simpel: man kann von Deutschland aus nicht direkt nach Bali fliegen, sondern muss immer mindestens ein, je nach Airline und Flugbuchung aber auch zwei Mal umsteigen. Was man ebenfalls wissen sollte: Wenn man die Flüge nicht bis nach Bali durchbucht, sondern zum Beispiel in Malaysia auf einen Billigflieger (AirAsia) umsteigt, spart man zudem bis zu 300 Euro pro Person (auf die Gesamtstrecke von Frankfurt nach Bali gesehen). Mehr zum Thema Flugbuchung könnt ihr hier nachlesen.

Willkommen in Dubai!

Dubai - 1

So, und jetzt zu Dubai, unserem ersten Zwischenstopp auf der Reise nach Bali. Da wir einen Nachtflug hatten, sind wir schon um 7 Uhr morgens in Dubai gelandet – und waren entsprechend gerädert. Das ist schon die erste Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss: einen Nachtflug buchen, erschöpft in Dubai ankommen, dafür aber einen kompletten Tag mehr für Sightseeing zur Verfügung haben, oder morgens abfliegen und entspannt, aber eben erst am Abend, ankommen.

Für uns war die erste Variante insofern die Richtige, als dass wir uns für kein Stadthotel sondern für das Sofitel Dubai The Palm entschieden haben. Dieses ist auf der Palme („The Palm“) direkt am Strand gelegen und bietet mit kleinen, charmanten Gebäuden und einer großzügigen Gartanlange einen netten Kontrast zu Dubais Wolkenkratzern und anderen Superlativen. Wir haben uns also erst einmal am Strand in der Sonne eine Mütze Schlaf gegönnt, bevor es am Abend in die Sky View Bar des Burj Al Arab (Bericht folgt) ging.

Dubai - The Palm - 1

Unterwegs in Dubai: Der Hop-on-Hop-off-Bus für Sightseeing

Dubai ist keine Stadt, die für Fußgänger gemacht wurde. Dafür sind die Distanzen einfach zu groß – und die Temperaturen mit 40 bis 50 Grad zu hoch. Lasst euch nicht von den Wolkenkratzern täuschen: auf den ersten Blick denkt man zwar, dass man schon fast vor ihnen steht, tatsächlich befindet man sich aber noch mehrere Kilometer weit weg.

Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten: wer das volle Sightseeing-Programm absolvieren möchte, greift zum Hop-on Hop-off-Bus. Ihr kauft euch ein 24-Stunden-Ticket für rund 57 Euro pro Person (das 48-Stunden-Ticket kostet knapp 70 Euro), steigt in den Bus ein und erkundet auf drei verschiedenen Routen Dubai. Wenn euch etwas interessiert, steigt ihr an der entsprechenden Station aus und später einfach wieder ein. Im Preis enthalten sind die Eintritte zu diversen Attraktionen. Mehr Infos findet ihr hier. Damit sich das Ganze lohnt, sollte man aber idealerweise morgens in den Bus einsteigen und irgendwann am Abend ins Hotel zurückkehren. Gerade dann, wenn man nicht im Bus bleibt und bei über 40 Grad auf Tour geht, kann das ganz schön anstrengend werden. Hier steht ganz klar das Sightseeing im Mittelpunkt.

Dubai - Burj Khalifa

Einen Überblick über alles Sehenswerte in Dubai liefern euch die unzähligen Karten für Touristen, die im Internet (aber auch in jedem Hotel) kostenlos zu haben sind. Die Touren vorab zu planen lohnt sich, gerade wenn man nicht allzu viel Zeit hat.

Unterwegs in Dubai: Schnell und günstig mit dem Taxi

Wer es etwas entspannter angehen lassen möchte und nicht unbedingt alles gesehen haben muss, dem empfehle ich in ein Taxi zu steigen und die drei interessantesten Stadtteile von Dubai zu erkunden: das Gebiet um die Dubai Mall mit dem Burj Khalifa (Bericht folgt), die Märkte Deiras (der älteste Stadtteil Dubais), sowie die Altstadt Bur Dubai. Das lässt sich problemlos an zwei Tagen bewerkstelligen, da man Deira und Bur Dubai kombinieren kann.

Dubai Mall und Burj Khalifa

An einem Tag lasst ihr euch vom Hotel aus mit dem Taxi zur Dubai Mall bringen. 15 Kilometer kosten 8 Euro – das entspricht beispielsweise der Strecke von der Dubai Mall nach Deira oder vom legendären Hotel „Atlantis The Palm“ auf der Palme zur Dubai Mall.

Dubai Mall Souk

Die Dubai Mall selbst ist schon sehenswert, vor allem der „Souk“. Das ist eine gigantische Einkaufspassage im Stil eines klassischen arabischen Marktes – und nur eines der unzähligen Highlights der Dubai Mall. Ebenfalls fest einplanen solltet ihr die Dubai Fountain (ab 18:30 Uhr jede halbe Stunde) und das höchste Gebäude der Welt, den Burj Khalifa. Warum ihr die Tickets dafür vorab online bestellen solltet und ob es sich lohnt das über 100 Euro teure „At the Top Sky“-Ticket zu kaufen, erfahrt ihr in Kürze in einem anderen Artikel. Der Ausflug zur Dubai Mall lässt sich übrigens perfekt mit einem nächtlichen Spaziergang durch die nicht minder beeindruckende Umgebung des höchsten Gebäudes der Welt verbinden. Zum Abschluss noch ein romantisches Abendessen? Kein Problem. An Restaurants mangelt es dort nicht.

Deira – das alte Dubai

Am zweiten Tag bringt euch das Taxi dann nach Deira. Im ältesten Stadtteil Dubais erwarten euch kleine, verwinkelte Gassen, auf denen hektisches und geschäftiges Treiben herrscht. Wir haben als Ausgangspunkt den Gold Souk gewählt, wo sich unzählige Goldhändler tummeln. Ein paar Straßen weiter reiht sich dann ein Marktstand an den nächsten und man wird euch gefühlt alle 30 Sekunden „Rolex, Breitling, Polo, Prada“ anbieten. Das gehört einfach dazu. Die Leute sind nicht aufdringlich und ziehen sich sofort zurück, wenn man ein freundliches „No thank you“ von sich gibt – oder sie einfach ignoriert. Von gefälschten Markenprodukten über traumhaft duftende Gewürze bis hin zu allerlei Meeresfrüchten werdet ihr dort alles finden, was das Herz begehrt. Wenn ihr etwas kaufen wollt, dann müsst ihr handeln. Das gehört ebenfalls dazu! 😉

Dubai - Deira - Souk Dubai - Deira - Souk

Wenn ihr genug von den Souks habt, lauft ihr zum Dubai Creek, einem natürlichen Meeresarm des persischen Golfes, der Deira und Bur Dubai teilt. Dort kann man sich den Hafen und die unzähligen Handelsboote anschauen, die aussehen, als ob sie gleich auseinanderfallen, aber trotzdem bis auf den letzten freien Zentimeter beladen sind. Nicht spektakulär, aber interessant anzusehen.

Dubai - DeiraDubai - Deira

Danach begebt ihr euch auf eines der traditionellen Wassertaxis, das euch über den Dubai Creek nach Bur Dubai bringt. Jetzt seid ihr in der historischen Altstadt angelangt. Sehenswert dort: das al-Fahidi-Fort, das älteste noch stehende Bauwerk der Stadt (1787 errichtet, heute ein Museum), das Viertel Bastakya, wo man eine alte, originalgetreue Siedlung nachgebaut hat, sowie das Heritage Village, wo Töpfer und Weber ihre traditionelle Handwerkskunst zeigen.

Tipps und wissenswerte Dinge

  • wenn ihr etwas besichtigten wollt, informiert euch vorab über die Öffnungszeiten. Der Gold Souk hat beispielsweise zwischen 14 und 16 Uhr geschlossen.
  • wenn ihr zu Fuß unterwegs seid, dann entweder am frühen Vormittag oder am späten Nachmittag beziehungsweise Abend. Gerade zur Mittagszeit ist die Hitze – außer am Strand oder in einer klimatisierten Mall – schier unerträglich.
  • wenn ihr Taxi fahrt, achtet darauf, dass ihr nur offizielle Taxis nutzt und besteht darauf, dass der Taxameter eingeschaltet wird. So beugt ihr unliebsamen Überraschungen vor. Ebenso empfiehlt es sich, Bargeld mitzunehmen, da nicht alle Taxifahrer Kreditkarten akzeptieren.
  • aus Respekt vor der Kultur des Landes solltet ihr – egal ob Mann oder Frau – darauf achten, dass eure Schultern und Knie stets bedeckt sind (außer am Strand). Ihr werdet zwar schnell feststellen, dass das vielen Touristen (gerade Amerikanern) total egal ist, aber wer auch nur einen Funken Anstand hat, respektiert diese „Regeln“.
  • ladet euch eine Währungsumrechner auf euer Smartphone. Zur Zeit entsprechen 4,20 AED circa einem Euro. Um einen Richtwert zu bekommen, kann man sagen: alles durch vier teilen. Gerade bei größeren Beträgen empfiehlt es sich aber dennoch genau nachzurechnen, um nicht den Überblick zu verlieren und größere Fehlbeträge zu vermeiden.
  • Trinkgeld: als Richtwert ist die 10-Prozent-Regel nie verkehrt.

Dubai - Burj Khalifa

Weitere Tipps und Informationen vonnöten? Dann packt eure Fragen einfach in die Kommentare! 😉

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

5 Kommentare

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