Küchenkauf bei IKEA: Lieferung, Aufbau und Erfahrungsbericht nach 6 Monaten

Fast ein halbes Jahr ist es nun schon wieder her, dass ich an dieser Stelle über den Küchenkauf bei IKEA gebloggt habe. Und ja, ich bin euch noch den zweiten Teil der Geschichte schuldig: Lieferung und Aufbau. Ein Gutes hat der verspätete Artikel allerdings: Ihr bekommt gleich auch noch einen Erfahrungsbericht nach einem halben Jahr mit der IKEA-Küche in der Praxis dazu.

Für alle, die damals nicht mitgelesen haben, hier ein kurzer Rückblick: nachdem wir Ende des vergangenen Jahres eine neue Wohnung gesucht hatten und dann endlich fündig geworden waren, stand der Kauf einer Küche an. Da wir in unserem neuen Zuhause nicht für immer bleiben wollen und es sich auch um keine Eigentumswohnung handelt, wollten wir nicht all zu viel für die Küche ausgeben. Die hiesigen Küchenstudios und Möbelzentren wollten uns allerdings allesamt Küchen für 7.000 € und mehr andrehen. Ansonsten würde man halt nur Schrott bekommen, so der Tenor. Die ganze Geschichte könnt ihr hier nachlesen.

Nach all den unsäglichen Diskussionen mit Verkäufern, die nur ihr Provisionen im Kopf hatten, stand für uns fest: es wird eine Küche von IKEA. Wir haben die Küche vermessen, alles in den Online-Küchenplaner von IKEA eingegeben und auf diesem Wege auch bestellt.

Der große Tag

Die gesamte Küche wurde schließlich an einem Freitagnachmittag per Spedition geliefert. Allein die Anlieferung nahm rund eine Stunde in Anspruch, da die Küche aus unzähligen einzelnen Komponenten besteht (Schränke, Scharniere, Griffe, Fronten, usw.), die auch einzeln verpackt sind. Bei uns waren es locker über 100 Pakete unterschiedlichster Größe – und wir haben wahrlich keine riesige Küche. Davon sollte man sich allerdings nicht einschüchtern lassen: alles ist sauber beschriftet und nach einer weiteren Stunde hat man die Pakete dann so sortiert, dass man direkt mit dem Aufbau loslegen kann.

IKEA-Küche

Der Auf- und Einbau

Wir hatten uns dazu entschieden, die Küche selbst auf- und einzubauen. Fairerweise muss man aber dazu sagen, dass mein Schwiegervater früher Schreiner war und uns geholfen hat. Zwar stellt das Zusammenbauen der einzelnen Schränke selbst für Laien überhaupt kein Problem dar, aber sobald es darum geht, die Hängeschränke an der Wand zu befestigen, die Arbeitsplatte zurechtzusägen und das Spülbecken sowie die ganzen elektrischen Geräte einzubauen, braucht man einfach jemanden, der Erfahrung mit solchen Dingen hat. Mitunter geht es dabei nämlich um wenige Millimeter und oft reicht schon ein kleiner Fehler und man hat Teile der Küche für immer und ewig verunstaltet.

IKEA-Küche

Nachdem ich im Netz einige Beschwerden zur Lieferung von IKEA-Küchen gelesen habe, möchte ich an dieser Stelle noch kurz anmerken, dass die Pakete und deren Inhalte bei uns weder beschädigt noch unvollständig waren. Es gab keinen Grund zur Beanstandung. Auch die von IKEA beilgelegten Montageanleitungen sind ausführlich und einfach zu verstehen.

Und was den Online-Küchenplaner angeht: obwohl wir alles selbst vermessen und keinen Profi für das Aufmaß der Küche beauftragt haben, hat alles perfekt gepasst. Wir haben die Maße zu Beginn in den Planungs-Tool übertragen und losgelegt. Wer weniger risikofreudig ist, kann gegen einen geringen Aufpreis aber auch den Vollplanungsservice von IKEA in Anspruch nehmen.

Fazit zu unserer IKEA-Küche nach einem halben Jahr

Ich bin von der IKEA-Küche nach wie vor begeistert und würde diese immer wieder kaufen. Wir haben letztendlich rund 5500 Euro für die Küche bezahlt – inklusive Induktionskochfeld, Backofen, Abzugshaube, Spülmaschine, Mikrowelle und weißen Hochglanzfronten. Für eine vergleichbare Küche aus dem Möbelzentrum oder Küchenstudio legt man problemlos 10.000 Euro auf den Tisch. Eher mehr. Das ist aber auch logisch, da die Verkäufer dort auf Provisionsbasis arbeiten und kein Interesse daran haben, den Leuten günstige Küchen zu verkaufen – im Möbelzentrum wollte man uns etwa eine Dunstabzugshaube für 1000 Euro aufschwatzen – mit dem Zusatz des Verkäufers: „Wirklich gut ist die zwar auch nicht, aber man kann damit leben, wenn man ein eingeschränktes Budget hat!“

Bei der IKEA-Küchen haben wir nun alles was wir wollten. Soft-Close gehört zum Standard. Die Schränke sind sehr gut verarbeitet und auch die Arbeitsplatte lässt qualitativ keine Wünsche offen. Inzwischen bin ich von der IKEA-Küche so überzeugt, dass ich mich dafür auch in einem Haus oder einer Eigentumswohnung entscheiden würde.

Anders sieht es bei den Elektrogeräten aus. Auch hier gilt zwar: das Preis-Leistungs-Verhältnis ist super und alle wichtigen Funktionen sind vorhanden. Allerdings merkt man schon einen deutlichen Unterschied zu Marken wie Miele und Siemens – die freilich auch deutlich mehr kosten. Meiner Meinung nach lohnt sich dieser Mehrpreis aber, gerade wenn man die Geräte in einer Eigentumswohnung vielleicht auch zehn Jahre oder länger nutzen möchte. Das muss letztendlich aber jeder für sich selbst entscheiden.

Falls ihr noch Fragen habt, gerne her damit 🙂

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

55 Kommentare

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