Erfahrungsbericht: Warum wir mit Haus der Handwerker e.V. bauen

Haus der Handwerker e.V.

In den vergangenen Monaten habe ich mich viel mit dem Thema Bauplatz auseinandergesetzt und euch Tipps für die Suche nach dem perfekten Grundstück für euer Traumhaus gegeben. Am Ende zahlt sich Geduld aus – und so haben auch wir nach über einem Jahr einen passenden Bauplatz gefunden. Nun ist es an der Zeit, sich mit dem Hausbau an sich zu beschäftigen.

Jeder von uns kennt die Horror-Stories von Familien, die beim Hausbau viel Geld verloren haben, weil der Bauträger gepfuscht hat oder kurz nach Baubeginn Insolvenz anmelden musste. Im Fernsehen und in Tageszeitungen wird stets prominent über solche Fälle berichtet, wodurch in der Bevölkerung der Eindruck entsteht, dass dies nicht die Ausnahme sondern die Regel ist. Wenn man danach geht, was man in den Weiten des Internets an Erfahrungsberichten zum Thema Hausbau findet, fragt man sich, wie überhaupt jemals ein Haus fertiggestellt werden konnte.

Das ist ein Bisschen wie mit der Leasing-Rückgabe: Die Minderheit, bei der irgendwas schief läuft, schreibt das ganze Internet mit negativen Erfahrungsberichten voll, um ihrem Ärger Luft zu machen. Die Mehrheit, bei der alles gut läuft, schweigt.

Mit wem soll ich bauen?

Wenn ihr ein Fertighaus bauen wollt, ist die Sache denkbar einfach, denn bei Fertighäusern ist WeberHaus die erste Wahl. Jeder in meinem Bekanntenkreis, der mit WeberHaus gebaut hat, war am Ende zufrieden. Zumindest mit dem Ablauf. Die Frage, ob ein Massivhaus nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre, stellte sich im Nachgang dann aber doch recht häufig.

Wir jedenfalls haben uns von Anfang an für massives Bauen entschieden – und da ist die Auswahl an Bauunternehmen schon deutlich größer. Nur wie findet man den richtigen Partner für’s Eigenheim?

  • geht nüchtern und mit gesundem Menschenverstand an die Sache ran.
  • lasst euch nicht von irgendwelchen wahnwitzig niedrigen Preisen ködern, denn insbesondere beim Hausbau gilt: Wer billig baut, baut zweimal.
  • wenn ein Anbieter euch gleich beim ersten Treffen dazu nötigt, irgendwas zu unterschreiben, steht auf und geht. Selbiges gilt, wenn ihr euch in irgendeiner anderen Form unter Druck gesetzt fühlt.
  • achtet darauf, dass ihr auf eure Fragen klare Antworten bekommt. Sobald der Verkäufer anfängt rumzueiern und schwammige Aussagen trifft, stimmt irgendwas nicht.
  • erkundigt euch in eurem Freundes- und Bekanntenkreis, ob jemand das Unternehmen kennt und sucht im Internet nach Erfahrungsberichten*.
  • hört auf euer Bauchgefühl. Beim Hausbau spielt das gegenseitige Vertrauen eine wichtige Rolle. Wenn ihr von Anfang an kein gutes Gefühl habt, lasst es.

*Erfahrungsberichte im Internet – vor allem in Foren – sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Teilweise werden diese von Wettbewerbern erstellt, teilweise von Bauherren, die ihrem Bauunternehmen einfach nur eine reinwürgen wollen, wegen einer Kleinigkeit. Im Regelfall unter dem Deckmantel der Anonymität. Wenn man dann zwischen den Zeilen liest, kommt man in 80 Prozent der Fälle zu dem Schluss, dass der Fehler gar nicht beim Unternehmen, sondern bei den Bauherren selbst lag. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch berechtigte Kritik im Internet gibt, aber ihr solltet wissen, wie man solche Erfahrungsberichte interpretiert – und nicht allen Einträgen und Berichten blind vertrauen.

Pro-Tipp: Redet mit den Unternehmen offen über solche Dinge. Fragt nach, was sich hinter den Vorwürfen verbirgt. An den Reaktionen könnt ihr dann ganz schnell ablesen, wie viel Wahrheit in den Geschichten steckt.

Haus der Handwerker e.V.

Wir bauen mit Haus der Handwerker e.V.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte, haben wir uns letztendlich für den Bundesverband Haus der Handwerker e.V. (HDH) entschieden, auf den wir bereits Anfang 2016 über ein Angebot bei ImmobilienScout24 aufmerksam geworden waren. Nach dem ersten Kontakt per E-Mail, lud man uns ein, das Musterhaus in Mönsheim zu besichtigen und über unser Bauvorhaben zu sprechen.

Wir haben uns bei Haus der Handwerker von Anfang an wohlgefühlt. Wir wurden freundlich empfangen und durch das Musterhaus geführt. Im Anschluss erklärte uns der Vertriebsleiter das Konzept vom Bundesverband Haus der Handwerker e.V. (dazu später mehr) und bot uns an, eine kostenlose Kalkulation für unser Haus zu erstellen. Das war für uns der erste Beweis dafür, dass Haus der Handwerker seriös arbeitet: Wir mussten nichts unterschreiben und keine Zusagen machen – und dennoch bekamen wir wenige Tage später einen ersten Entwurf von einem Architekten samt Kostenkalkulation.

Dieser lag eine 90-seitige Bau- und Leistungsbeschreibung bei, in der alle Gewerke bis ins letzte Detail aufgeschlüsselt waren. Die Kosten für Extras (Faltwerktreppe, Wärmepumpe mit Außenaufstellung, Garage, etc.) waren übersichtlich in einer Anlage aufgeschlüsselt. Für dieses hohe Maß an Transparenz gab es den nächsten Pluspunkt.

Haus der Handwerker e.V.

Auch im zwischenmenschlichen Bereich passte alles: „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es beim Hausbau keine Probleme geben wird. Ich kann Ihnen nur versprechen, dass ich und der Bundesverband Haus der Handwerker e.V. uns um die Probleme kümmern werden.“ – das sagte uns der Vertriebsleiter bereits im ersten Gespräch. Diese Aussage war für uns wichtig, denn bei einem so großen Projekt mit so vielen beteiligten Personen kann nie alles auf Anhieb klappen. Den nächsten Pluspunkt gab es somit für Offenheit und Ehrlichkeit.

Bauen ohne Bauträgerrisiko mit Haus der Handwerker e.V.

Wer ganz klassisch mit einem Bauträger oder Generalunternehmer baut, legt sein Glück in die Hände eines Unternehmens. Alle Zahlungen gehen direkt an den Bauträger, der die Handwerker beauftragt, koordiniert und bezahlt. Viele Leistungen müssen aber bereits bezahlt werden, bevor sie erbracht werden. Kommt der Bauträger in unvorhergesehene finanzielle Schwierigkeiten und muss Insolvenz anmelden, ist das zu viel bezahlte Geld meist verloren und die Baustelle steht still. Meist kann das Bauprojekt dann nur noch mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand weitergeführt werden. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte einen Blick auf diesen Artikel aus der FAZ werfen.

Beim Bundesverband Haus der Handwerker e.V. handelt es sich dagegen um einen Verein – bestehend aus über 70 Meister- und Fachhandwerksbetrieben, Architekten- und Ingenieurbüros. Die Werkverträge mit den Handwerkern in diesem Verbund vermittelt HDH direkt an den Bauherren. Das bedeutet, dass man jedes Gewerk direkt an den jeweiligen Handwerker bezahlt, sobald die Leistung erbracht und diese von einem unabhängigen Bauleiter sowie einem DEKRA-Sachverständigen abgenommen wurde.

Haus der Handwerker e.V.

Vom Haus der Handwerker e.V. bekommt man als Bauherr vorab eine Festpreisgarantie für sein Bauvorhaben sowie eine detaillierte Übersicht, welche Kosten bei welchen Gewerken anfallen. 10% Vertragserfüllungsbürgschaft und 5% Gewährleistungsbürgschaft gehören ebenso zum Standard wie der DEKRA-Gutachter. Detaillierte Infos zum HDH-Konzept findet ihr hier und hier.

Im Endeffekt hat uns das Gesamtpaket überzeugt: Nette, kompetente Ansprechpartner, gute Beratung, ein durchdachtes Konzept sowie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach der Vertragsunterzeichnung hat der Architekt das Baugesuch innerhalb kürzester Zeit erstellt und eingereicht. Im Anschluss wurde das Grundstück vermessen und das Bodengutachten erstellt. Derzeit läuft die Werkplanung.

Im nächsten Schritt folgen Statik, die Ausschreibungen für die Werkverträge sowie die Bemusterung. Mehr dazu erfahrt ihr hier in Kürze!

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

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