Erfahrungsbericht: Warum wir mit Haus der Handwerker e.V. bauen

Haus der Handwerker e.V.

In den vergangenen Monaten habe ich mich viel mit dem Thema Bauplatz auseinandergesetzt und euch Tipps für die Suche nach dem perfekten Grundstück für euer Traumhaus gegeben. Am Ende zahlt sich Geduld aus – und so haben auch wir nach über einem Jahr einen passenden Bauplatz gefunden. Nun ist es an der Zeit, sich mit dem Hausbau an sich zu beschäftigen.

Jeder von uns kennt die Horror-Stories von Familien, die beim Hausbau viel Geld verloren haben, weil der Bauträger gepfuscht hat oder kurz nach Baubeginn Insolvenz anmelden musste. Im Fernsehen und in Tageszeitungen wird stets prominent über solche Fälle berichtet, wodurch in der Bevölkerung der Eindruck entsteht, dass dies nicht die Ausnahme sondern die Regel ist. Wenn man danach geht, was man in den Weiten des Internets an Erfahrungsberichten zum Thema Hausbau findet, fragt man sich, wie überhaupt jemals ein Haus fertiggestellt werden konnte.

Das ist ein Bisschen wie mit der Leasing-Rückgabe: Die Minderheit, bei der irgendwas schief läuft, schreibt das ganze Internet mit negativen Erfahrungsberichten voll, um ihrem Ärger Luft zu machen. Die Mehrheit, bei der alles gut läuft, schweigt.

Mit wem soll ich bauen?

Wenn ihr ein Fertighaus bauen wollt, ist die Sache denkbar einfach, denn bei Fertighäusern ist WeberHaus die erste Wahl. Jeder in meinem Bekanntenkreis, der mit WeberHaus gebaut hat, war am Ende zufrieden. Zumindest mit dem Ablauf. Die Frage, ob ein Massivhaus nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre, stellte sich im Nachgang dann aber doch recht häufig.

Wir jedenfalls haben uns von Anfang an für massives Bauen entschieden – und da ist die Auswahl an Bauunternehmen schon deutlich größer. Nur wie findet man den richtigen Partner für’s Eigenheim?

  • geht nüchtern und mit gesundem Menschenverstand an die Sache ran.
  • lasst euch nicht von irgendwelchen wahnwitzig niedrigen Preisen ködern, denn insbesondere beim Hausbau gilt: Wer billig baut, baut zweimal.
  • wenn ein Anbieter euch gleich beim ersten Treffen dazu nötigt, irgendwas zu unterschreiben, steht auf und geht. Selbiges gilt, wenn ihr euch in irgendeiner anderen Form unter Druck gesetzt fühlt.
  • achtet darauf, dass ihr auf eure Fragen klare Antworten bekommt. Sobald der Verkäufer anfängt rumzueiern und schwammige Aussagen trifft, stimmt irgendwas nicht.
  • erkundigt euch in eurem Freundes- und Bekanntenkreis, ob jemand das Unternehmen kennt und sucht im Internet nach Erfahrungsberichten*.
  • hört auf euer Bauchgefühl. Beim Hausbau spielt das gegenseitige Vertrauen eine wichtige Rolle. Wenn ihr von Anfang an kein gutes Gefühl habt, lasst es.

*Erfahrungsberichte im Internet – vor allem in Foren – sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Teilweise werden diese von Wettbewerbern erstellt, teilweise von Bauherren, die ihrem Bauunternehmen einfach nur eine reinwürgen wollen, wegen einer Kleinigkeit. Im Regelfall unter dem Deckmantel der Anonymität. Wenn man dann zwischen den Zeilen liest, kommt man in 80 Prozent der Fälle zu dem Schluss, dass der Fehler gar nicht beim Unternehmen, sondern bei den Bauherren selbst lag. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch berechtigte Kritik im Internet gibt, aber ihr solltet wissen, wie man solche Erfahrungsberichte interpretiert – und nicht allen Einträgen und Berichten blind vertrauen.

Pro-Tipp: Redet mit den Unternehmen offen über solche Dinge. Fragt nach, was sich hinter den Vorwürfen verbirgt. An den Reaktionen könnt ihr dann ganz schnell ablesen, wie viel Wahrheit in den Geschichten steckt.

Haus der Handwerker e.V.

Wir bauen mit Haus der Handwerker e.V.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte, haben wir uns letztendlich für den Bundesverband Haus der Handwerker e.V. (HDH) entschieden, auf den wir bereits Anfang 2016 über ein Angebot bei ImmobilienScout24 aufmerksam geworden waren. Nach dem ersten Kontakt per E-Mail, lud man uns ein, das Musterhaus in Mönsheim zu besichtigen und über unser Bauvorhaben zu sprechen.

Wir haben uns bei Haus der Handwerker von Anfang an wohlgefühlt. Wir wurden freundlich empfangen und durch das Musterhaus geführt. Im Anschluss erklärte uns der Vertriebsleiter das Konzept vom Bundesverband Haus der Handwerker e.V. (dazu später mehr) und bot uns an, eine kostenlose Kalkulation für unser Haus zu erstellen. Das war für uns der erste Beweis dafür, dass Haus der Handwerker seriös arbeitet: Wir mussten nichts unterschreiben und keine Zusagen machen – und dennoch bekamen wir wenige Tage später einen ersten Entwurf von einem Architekten samt Kostenkalkulation.

Dieser lag eine 90-seitige Bau- und Leistungsbeschreibung bei, in der alle Gewerke bis ins letzte Detail aufgeschlüsselt waren. Die Kosten für Extras (Faltwerktreppe, Wärmepumpe mit Außenaufstellung, Garage, etc.) waren übersichtlich in einer Anlage aufgeschlüsselt. Für dieses hohe Maß an Transparenz gab es den nächsten Pluspunkt.

Haus der Handwerker e.V.

Auch im zwischenmenschlichen Bereich passte alles: „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es beim Hausbau keine Probleme geben wird. Ich kann Ihnen nur versprechen, dass ich und der Bundesverband Haus der Handwerker e.V. uns um die Probleme kümmern werden.“ – das sagte uns der Vertriebsleiter bereits im ersten Gespräch. Diese Aussage war für uns wichtig, denn bei einem so großen Projekt mit so vielen beteiligten Personen kann nie alles auf Anhieb klappen. Den nächsten Pluspunkt gab es somit für Offenheit und Ehrlichkeit.

Bauen ohne Bauträgerrisiko mit Haus der Handwerker e.V.

Wer ganz klassisch mit einem Bauträger oder Generalunternehmer baut, legt sein Glück in die Hände eines Unternehmens. Alle Zahlungen gehen direkt an den Bauträger, der die Handwerker beauftragt, koordiniert und bezahlt. Viele Leistungen müssen aber bereits bezahlt werden, bevor sie erbracht werden. Kommt der Bauträger in unvorhergesehene finanzielle Schwierigkeiten und muss Insolvenz anmelden, ist das zu viel bezahlte Geld meist verloren und die Baustelle steht still. Meist kann das Bauprojekt dann nur noch mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand weitergeführt werden. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte einen Blick auf diesen Artikel aus der FAZ werfen.

Beim Bundesverband Haus der Handwerker e.V. handelt es sich dagegen um einen Verein – bestehend aus über 70 Meister- und Fachhandwerksbetrieben, Architekten- und Ingenieurbüros. Die Werkverträge mit den Handwerkern in diesem Verbund vermittelt HDH direkt an den Bauherren. Das bedeutet, dass man jedes Gewerk direkt an den jeweiligen Handwerker bezahlt, sobald die Leistung erbracht und diese von einem unabhängigen Bauleiter sowie einem DEKRA-Sachverständigen abgenommen wurde.

Haus der Handwerker e.V.

Vom Haus der Handwerker e.V. bekommt man als Bauherr vorab eine Festpreisgarantie für sein Bauvorhaben sowie eine detaillierte Übersicht, welche Kosten bei welchen Gewerken anfallen. 10% Vertragserfüllungsbürgschaft und 5% Gewährleistungsbürgschaft gehören ebenso zum Standard wie der DEKRA-Gutachter. Detaillierte Infos zum HDH-Konzept findet ihr hier und hier.

Im Endeffekt hat uns das Gesamtpaket überzeugt: Nette, kompetente Ansprechpartner, gute Beratung, ein durchdachtes Konzept sowie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach der Vertragsunterzeichnung hat der Architekt das Baugesuch innerhalb kürzester Zeit erstellt und eingereicht. Im Anschluss wurde das Grundstück vermessen und das Bodengutachten erstellt. Derzeit läuft die Werkplanung.

Im nächsten Schritt folgen Statik, die Ausschreibungen für die Werkverträge sowie die Bemusterung. Mehr dazu erfahrt ihr hier in Kürze!

Update: Hier geht’s zum zweiten Teil. Baubeginn!

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

38 Kommentare

  1. Lieber Herr Feil,
    Ihr Artikel ist gut geschrieben. Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Auch wir haben bei Haus der Handwerker unterschrieben. Auch wir haben uns im Vorfeld lange mit den Thema auseinandergesetzt. Ich bilde mir sogar ein, da es mein 2. Haus ist welches ich baue, mit meiner Erfahrung und einem Bauingenieur in der Familie gut gerüstet gewesen zu sein. Wir sind schon ein paar Schritte weiter… alle Ihre Punkte in Ihrem Artikel sind theoretisch richtig, leider sieht die Realität dann doch etwas anders aus.
    Was nach Vertragsunterschrift tatsächlich passiert, ist im Prospekt nicht dargestellt. Zu einigen Punkten die sehr positiv erscheinen, kenne ich inzwischen die Realität und den wahren Hintergrund, weshalb solche „Check-Points“ Teil des Ablaufs sind. Gutachter, Dekra und all die schönen Dinge, die Ihnen das Gefühl der Sicherheit vermitteln, dienen tatsächlich einem anderen Grund, vor allem dann wenn sich der „HdH“ verkalkuliert hat und den „Festpreis“ nicht halten kann. Wer sich dann darüber beschwert, wird aufs Abstellgleis geschoben und man wird sozusagen ausgehungert – keine Rückmeldung, niemand erreichbar, keine Rückrufe, keine Transparenz – leere Versprechungen am laufenden Band. Diese Firma spielt mit der Existenz von Familien und Menschen die in gutem Glauben Ihren Traum verwirklichen wollen. Wir haben vor über einem Jahr unterschrieben und wir warten noch immer auf die uns geschuldete Servicedienstleistung, die Handwerkerverträge. Unser Bauleiter ist nicht in der Lage, den Bauablaufplan zu erstellen. Über mehrmalige Umplanungen des Objekts ganz zu schweigen. Tja, so siehts hinter dem Prosept aus. Wie das genau funktioniert kann ich Ihnen gerne persönlich erzählen…Anonymität brauche ich nicht – ich kenne die Fakten und bin auch gerne bereit darüber zu sprechen. Das ist ein Angebot für all diejenigen, die es interessiert, bevor sie das Wagnis eingehen.

    • Lieber Herr Zehnder,

      danke für Ihr Feedback. Ich kann bislang nichts Negatives berichten, schauen wir mal, wie es weitergeht! Ich hoffe, Sie können das alles klären mit HDH!

      • Hallo, mich würde gerne der Stand der dinge intressieren…. würde mich sehr freuen über weitere Erfahrungsberichte…

          • Das ist schoen fuer Sie ! Darf ich fragen, wann sie den Werkvertrag unterschrieben haben und wer den Rohbau macht ? Ich habe meinen Werkvertrag am 6. Dezember 2017 unterschrieben, Fa. Scheuffele aus Bietigheim. Laut HDH ist Baubeginn 4 Wochen danach…ich warte immer noch und habe inzwischen das Ausheben der Baugrube, die innere Erschließung des Grundstücks in Eigenregie in Auftrag gegeben und abgeschlossen. Schlechtwetter oder zu kalt ist nur eine Ausrede….Angeblich beginnen meine Rohbauarbeiten in der KW13, was Ende März ist. Ich kenne auch schon die naechste Ausrede…dann ist Ostern usw. Leider habe ich noch kein endgültige Bestätigung des Termins, offensichtlich sind sie da schon weiter. Auch habe ich keine Bestätigung, dass alle notwendigen Baumaterialien zur Verfügung stehen, z.B. Hebe-Anlage fuer das Abwasser, weil es noch keinen Werkvertrag Sanitaer gibt. Moeglicherweise muss ich hier auch selbst tasting werden. Ich berichte weiter….😟

    • Sehr geehrter Herr Zehnder,

      es tut uns leid, dass Sie mit dem bisherigen Ablauf Ihres Bauprojekts mit dem Bundesverband Haus der Handwerker e.V. nicht zufrieden sind. Wir haben Ihre Kritik zur Kenntnis genommen und den Fall intern nachvollzogen. Grundsätzlich klären wir solche Dinge mit unseren Bauherren direkt und beteiligen uns nicht an Diskussionen in Blogs und Foren. Ausnahmsweise werden wir zu den von Ihnen geäußerten Kritikpunkten nun aber auch einmalig öffentlich Stellung nehmen.

      Sie schreiben: „Gutachter, Dekra und all die schönen Dinge, die Ihnen das Gefühl der Sicherheit vermitteln, dienen tatsächlich einem anderen Grund, vor allem dann wenn sich der „HdH“ verkalkuliert hat und den „Festpreis“ nicht halten kann.“ —> Richtig ist, dass ein neutrales Ingenieur- und Bausachverständigenbüro jede Werkplanung vor der finalen Freigabe prüft, da wir großen Wert auf Planungssicherheit für alle Beteiligten legen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass alle gängigen Güte- und Qualitätsstandards eingehalten werden und einem reibungslosen Ablauf nach Baubeginn nichts im Weg steht. Uns ist nicht bekannt, dass dieses Gutachten Einfluss auf den auf Basis unser Bau- und Leistungsbeschreibung kalkulierten Festpreis Ihres Bauvorhabens hatte.

      Sie schreiben: „Wer sich dann darüber beschwert, wird aufs Abstellgleis geschoben und man wird sozusagen ausgehungert – keine Rückmeldung, niemand erreichbar, keine Rückrufe, keine Transparenz“ —> Sie standen in den vergangenen Wochen regelmäßig mit unserer Koordinationsabteilung und der Geschäftsführung in Kontakt. Telefonisch sowie per Mail – und das auch an Wochenenden. Von daher können wir diesen Kritikpunkt leider nicht nachvollziehen.

      Sie schreiben: „Wir haben vor über einem Jahr unterschrieben und wir warten noch immer auf die uns geschuldete Servicedienstleistung, die Handwerkerverträge.“ und „Ich habe meinen Werkvertrag am 6. Dezember 2017 unterschrieben, Fa. Scheuffele aus Bietigheim. Laut HDH ist Baubeginn 4 Wochen danach…ich warte immer noch und habe inzwischen das Ausheben der Baugrube, die innere Erschließung des Grundstücks in Eigenregie in Auftrag gegeben und abgeschlossen. Schlechtwetter oder zu kalt ist nur eine Ausrede…“ —> Auf Ihrem Grundstück waren laut Baugrundgutachten diverse Vorarbeiten notwendig, die Sie nach Rücksprache mit uns selbst durchführen wollten. Diese waren zu keinem Zeitpunkt Gegenstand des Vertrages mit dem Bundesverband Haus der Handwerker e.V.. Dass der Rohbauer erst im März anfangen wird, haben wir Ihnen ebenfalls bereits bei der Unterzeichnung des Werkvertrags im Dezember mitgeteilt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass es im Februar zum Teil -15 Grad haben wird. Aus diesem Grund konnte der Rohbauer einen anderen Auftrag nicht wie geplant fertigstellen, woraus sich eine kleinere Verzögerung ergibt. Unsere Handwerker richten sich nach den gängigen Qualitäts- und Gütekriterien, die es nicht zulassen, Rohbauarbeiten bei -15 Grad Außentemperatur durchzuführen.

      Wir hoffen, dass damit alle Unklarheiten beseitigt sind und freuen uns auf das gemeinsame Bauprojekt mit Ihnen, das nun in KW13 beginnt. Sollte es zu irgendwelchen Problemen kommen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

      Ihr HDH-Team

  2. Hallo Zusammen,

    inzwischen ist wieder reichlich Zeit in Land gegangen. Zeit für einen Update was passiert ist und was nicht passiert ist.

    Fortsetzung folgt in Kürze.

  3. Als wir im Januar 2017 mit HdH in Kontakt kamen, unser Berater war Herr Heintz, der für uns immer kompetenten Ansprechpartner war, und sich auch im Laufe des gesamten Projekts immer wieder für unsere Belange einsetzte, möchte ich vorab ein Lob aussprechen.
    Um einen Eindruck unseres Projekts zu bekommen, und um zu verstehen, was wir bei HdH beauftragt haben, möchte ich gerne einige Dinge vorweg beschreiben. wir haben ein Creativ-Haus beauftragt, frei geplant, jedoch schon von Beginn an mit folgenden wesentlichen Anpassungen gegenüber der Standard-Baubeschreibung: Wandstärke 17,5 cm Kalksandstein und eine Passivhausdänmmung aus PU-Schaum, WLG 022 oder 024. Warum schreibe ich das – es hat estwas mit der Werkplanung zu tun, aber darauf kommen wir später zu sprechen.
    Ich möchte auch vorausschicken, dass unser Haus auf einem nicht ganz einfachen Grundstück zu realisieren ist. Nach einem langwierigen Genehmigungsverfahren wurde uns am 24.07.2017 die Baugenehmigung erteilt. Die Werkplanung begann Ende Mai 2017, als die Baugenehmigung absehbar war.
    Von da an nahmen die Dinge einen ungewöhnlichen Verlauf, bis heute – Fortsetzung folgt.

  4. Endlich geht es los – enthusiastisch, die bürokratischen Hürden genommen zu haben, wurde uns ein Werkplaner zugeteilt. Erster Kontakt 13.05.2017, erstes Treffen am 20.05.2018. Das Ergebnis dieses Treffens habe ich noch am selben Tag in einem Protokol an HdH zusammengefasst., welches unten angefügt ist. Ernüchterung pur – um nicht zu sagen: eine bodenlose Frechheit einer einzelnen Person !

    Protokoll vom 20.05.2017 – erste Besprechung mit Werkplaner.
    Sehr geehrte Herren,
     heute hatte ich das erste Gespräch mit Herrn R. im Musterhaus in Mönsheim.
    In unserem ca. 3 Stunden dauernden Gespräch habe ich Herrn R. als engagierten Architekten und Planer kennen gelernt.
     
    Um es kurz zu machen – was mir an Plänen und Planänderungen vorgelegt wurde, ist inakzeptabel !
     
    Die von unserem Architekten eingeplante Hauff Mehrsparteneinführung (Bodeneinführung) soll einer 2×1 großen und 1 Meter tiefen Grube weichen, wo ursprünglich der Abstellraum und der Aufstellplatz für Waschmaschine und Wäschetrockner vorgesehen war.
    Die Bodeneinführung soll durch eine Wandeinführung in dieser Grube ersetzt werden.
    Waschmaschine und Trocker sind in den Technikraum ausserhalb des Hauses verlegt .
     
    Ebenso wurden ohne Rücksprache die Rohbaumaße geändert um eine Standarddämmung der WLG035 einzuplanen. Dies führt zu Wandstärken von 36,5cm gegenüber den geplanten 29,5cm, was zu einem Verlust von weiteren 14 – 15 cm im lichten Maß der Innenräume führt.
     
    Die Alternativen, die wir heute besprochen haben, sind für uns ebenfalls nicht akzeptabel:
     
    – Verlegung Abwasser Hebeanlage/ oder RST ausserhalb des Gebäudes
    – Verlegung der Mehrsparteneinführung in den Technikraum (ebenfalls über eine Grube mit Wandeinführung)
    – keine Alternative zum beauftragten Wärmedämmverbundsystem der WLG022 oder WLG025
     
    Als weitere Planänderungen wurden vorgetragen, auf die ich nicht weiter eingegangen bin:
     
    — Infragestellung der Notwenigkeit der Flachdächer auf den Erkern
    — Auf Erkern einen Zwerchgibel oder größere Dachüberstande einplanen
    — Verlegung der Einschubtreppe vom Arbeitszimmern in den Gang
    — Teilweiser Entfall der OG Decke zum Dachgeschoß mit offenen Dachgiebeln
    — Unterschiedliche Türbreiten im Schalfzimmer zum Gang (88,5) und Badezimmer (76)
    — Alternativ dazu Verlegung der Badezimmertüre zum Gang
     
    Alle Themen wurden unter dem Vorwand „komplexe Planung und Umsetzung“ und „nicht Stand der Technik“ vorgetragen. Das wurde jedoch weder begründet vorgetragen, noch nachvollziehbar dargestellt.
    Insbesondere die Mehrsparte von Hauff wird expliziet für Gebäude ohne Keller in unterschiedlichen Ausführungen angeboten.
     
    Daher stelle ich mir die Frage, ob unser Projekt auf dem richtigen Weg ist ?
    Zudem hatte mir Herr R. eröffnet, dass er ab dem 03.06 – 11.06. in Urlaub sein wird.
     
    Nach Abschluß der Planungen mit unserem Architekten, dem wir hierfür sehr dankbar sind, besteht kein Bedarf von „weiteren“ Verbesserungen. Ich habe auch auf die Relevanz der Punkte in Bezug auf die Stadt Ditzingen hingewiesen.
     
    Wir sind nun in der Erwartung, das die in der Genehmigungsplanung entstandenen Grundrisse und deren Infrastruktur zügig in einen Werkplan eingearbeitet werden. Die von Herrn R. bis zu seinem Urlaubsantritt zugesagten Werkpläne zur zweiten Durchsicht, werden wir nicht akzeptieren, solange die o.g. Punkte nicht mit der Genehmigungsplanung in Übereinstimmung sind.
     
    Ich möchte alle Beteiltigten daher bitten, sich abzustimmen, ob das Bauprojekt wie in der Genehmigungsplanung vorgesehen, geplant und auch so beauftragt, durch HDH durchgeführt werden kann. Darf ich Sie hierzu um eine verbindliche Stellungnahme in den nächsten Tagen bitten.
     
    In Erwartung Ihrer geschätzten Stellungnahme verbleibe ich
    Mit freundlichen Grüßen

    Das Ganze gipfelte nun im einem Fachstreit zwischen Architekt und Werkplaner, der außer Verzögerungen, und diese gehen immer auf Kosten der Bauherrschaft, ausgetragen wurde. Daraufhin sahen wir uns gezwungen erneut zu reagieren und haben folgende E-Mail an HdH verschickt:

    Sehr geehrter Damen und Herren,
     
    ich bitte höflichst um die sofortige Entbindung von Herrn R. von seinen Aufgaben !
     
    Offensichtlich ist dieser nicht gewillt, den Vorgaben von HDH zu folgen und widerspricht in seiner E-mail vom 23. May 2017, at 14:41 erneut den uns gegenüber durch unseren Architekten vorgetragenen Punkte……., und von uns auch so genehmigt wurde.
     
    Mit freundlichen Grüßen

    Fazit

    Erste Regel für uns – baue niemals mit unterschiedlichen Akteuren in der Planung.
    Lessons learned: Architekt = Werkplaner.

    Zweite Regel: suche dir deine Akteure selbst aus.
    Der uns zugeteilte Werkplaner, blieb „unser“ Werkplaner auf Gedeih und Verderb !
    Ein Beitrag von HdH – trotz dass wir diesem Herren abgelehnt hatten. Mit weitreichenden Folgen.

    Fortsetzung folgt.

  5. Wie gings weiter ?

    Den Werkplanungsprozess beschreibe ich jetzt nicht im Detail, nur soviel, nach ca 5 geänderten Planungsvarianten, die immer wieder überarbeitet werden mussten, da sich der Planer immer wieder zu Änderungen berufen fühlte, die mit uns nicht abgesprochen wurden, und dann wieder rückgängig gemacht werden mussten: Beispiel Deckenbeleuchtung – Einbauspots die in die Betondecke integriert werden sollten. Trotz einer von uns durch eine Lichtsimulation erarbeitet und vorgegebene Positionierung wurden diese immer wieder anders in die Pläne eingezeichnet. Warum eigentlich ?
    Dann nach langen 12 Wochen wurden uns am 17.08.2017 die Vorabzüge zur letzten Kontrolle vorgelegt, die dann an den “Sachverständigen” zur Freigabe geschickt werden sollten. (Hinweis: der Begriff Sachverständiger ist kein geschützer Begriff, es sei den es handelt sich um vereidigte Sachverständige des Baugewerbes) Es waren noch marginale Änderungen zu erledigen. Am 21.08.2017 erhielten wir die Nachricht, die Pläne werden zur Prüfungund Freigabe weitergereicht.

    MAIL
    Guten Morgen Herr Zehnder,
     die Änderungen sind übernommen, bezüglich der Freigabe werde ich heute mit dem Prüfer sprechen.
     
    Grüße, R

    Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Sommerurlaub, freuten uns endlich auf die freie Zeit mit der Familie und dachten an andere Dinge als das was dann am 22.08.2017 passierte:

    Guten Morgen Herr Zehnder,
     bezüglich des Ergebnisses der Werkplanung, muss leider eine Umplanung erfolgen.
    Grundlage dafür ist die E-Mail vom 22.08.17 der Prüfung, welche an Sie weitergeleitet ist.
    Bitte rufen Sie mich zurück.
     
    Grüße R

    MAIL des Gutachters

    Sehr geehrter Herr R,
     die Verbindung zwischen Technikraum und Gebäude ist als problematisch zu bezeichnen.
    Die Leitungen müssen druckwasserdicht (mäßige Belastung durch drückendes Wasser nach DIN 18533) aus dem Technikraum heraus und in das Gebäude eingeführt werden.
    Die Leitungen müssen zudem beweglich ausgeführt werden, da sich die beiden Gebäude unterschiedlich setzen werden.
    Zudem müssen die Leitungen im Erdreich gedämmt werden.
    Die Kombination der Anforderungen ist technisch nicht fachgerecht umsetzbar und birgt eine große Gefahr einer späteren Haftungsinanspruchnahme bei Schäden für alle Beteiligten.
    Selbst eine Einverständniserklärung und Haftungsfreistellung durch die Bauherren halte ich für bedenklich und im Schadensfall rechtlich kaum haltbar.
    Der Technikraum soll in das Gebäude integriert werden.
    Möglich wäre ein direkter Anbau des Raumes an das Gebäude, um den Kanal zu vermeiden.
    Bitte klären Sie das mit den Bauherren.
    Gern können die Bauherren auch mich direkt dazu anrufen, wenn es Fragen gibt.
     Mit besten Grüßen

    3 Monate Werkplanung mit dem Ergebnis, dass für das Haus die Haustechnik wie in der Genehmigungsplanung und in allen Vorgesprächen als machbar bezeichnet, nicht realisiert werden kann ???
    In diversen Gesprächen die danach mit HdH -Experten und auch Bauingenieuren außerhalb von HdH geführt wurden, wurde mir mitgeteilt, dass das Anbinden kein technisches Problem darstellt, sondern ein finanzielles…..d.h. Die örtlichen Gegebenheiten wurden bei der Planung und Angebotsabgabe durch HdH nicht beachtet (Bodengutachten lag bei Vertragsabschluß bereits vor und wurde mit den Vertragsunterlagen an HdH übergeben !!!), was nun zu einer Kostensteigerung von ca. 10000 Euro, die vom Festpreis nicht gedeckt waren, führte.

    Danach trat Funkstille ein, wie in meinem allerersten Kommentar beschrieben – warum, siehe unten:

    Sehr geehrter Herr K.,

    HDH ist der Vermittler der Dienstleistung in meinem Namen, da ich Ihr Honorar bezahle und in Rechnung gestellt bekomme.

    Somit habe ich auch unmittelbar Anspruch auf alle Arbeitsergebnisse.

    Daher darf ich nochmals bitten, mir diese zukommen zu lassen. Falls notwendig, lassen Sie sich bitte die Freigabe erteilen.

    Mit freundlichen Grüßen 
    Rolf Zehnder

    Sent from my iPhone

    xxxxx> wrote:
    Mein Auftraggeber ist die Firma HdH. Ich bin nicht berechtigt Unterlagen an Sie weiter zu leiten oder auftragsrelevante Fragen zu beantworten. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anliegen an die Firma HdH.
    Danke für Ihr Verständnis.
    Gesendet von meinem Windows 10 Phone

    Mit besten Grüßen

    Fazit

    Dritte Regel für uns – bestehe bei der Werkplanung auf regelmäßige persönliche Abstimmungsgespräche und lasse dich nicht auf Ausreden ein, warum das nicht notwendig ist – es geht um unser/ Euer HAUS und nicht um das Haus eines Planers oder Architekten.

    Vierte Regel: Vertraue keinem Experten oder Gutachter, der nicht das Siegel “Vereidigter Bausachverständiger” trägt und / oder Geschäftsbeziehungen zum Vermittler oder Bauträger o.ä. unterhält – Neutralität ist das A&O.

    Fortsetzung folgt.

  6. Wie ging es weiter ?

    Alle vorgelegten Planvarianten (4-5 an der Zahl), die uns dann im Nachgang vorgelegt wurden, waren entweder zu Lasten des Grundrißes (Verlust von Wohnraum, Umplanung Grundriß) oder zu Lasten von baugenehmigungsrelevanten Punkten, oder es wurden Vorschläge gemacht, die technisch nicht umsetzbar waren, folgende Punkte nicht abschliessend gelöst werden konnten:

    Probleme bei der Luftansaug und -ausblasrichtung
    Probleme wegen moeglicher thermischer Kurzschluesse
    Probleme mit der akustischen Kopplung
    Probleme mit den Abstandsflaechen zu Nachbargrundstuecken

    Fazit: Von den uns vorlgelegten 4(+1) Varianten, inklusive der urspruenglichen Planung, erfuellt keine die o.g. Anforderungen.
     
    Folgende Bedingungen waren hierbei fuer uns vorrangig zu beachten:
     
    – Baugenehmigungsneutral
    – Technische Realisierbarkeit und Umsetzung nach den Regeln und dem Stand der Technik
    – Minimale oder geringe Auswirkung auf bestehnde Werkplanung
    – Kostenneutral

    Alle o.g. technischen Punkte mussten wir uns von neutraler Seite während unseres Urlaubs beschaffen, da wir keinerlei Unterstützung von HdH hinsichtlich der Pro und Kontras der vorgelegten Varianten bekamen !

    Statt dessen wurde immer wieder versucht, die durch HdH initiierten Änderungen als kostenpflichtigen Kundenwunsch abzuhandeln.

    Am 29.08.2017 sahen wir uns daher gezwungen folgende Mail an HdH zu senden:
    Sehr geehrter Herr V,
    vielen Dank fuer das Gespraech heute morgen. Ich fasse unser Telefonat und den Inhalt der Mail von Herrn R. (Werkplaner) nochmals zusammen:
     
    – Alle vorgetragenen Varianten sind nicht tragfaehig, weil diese einen Aenderungsantrag der Baugenehmigung mit allen bekannten Risiken nach sich ziehen wuerde. Von zusaetzlichen Kosten und /oder weiteren Verzoegerungen nicht zu reden. Daher ist auch die Variante x, u.a. auch aus optischen Gruenden zu verwerfen (wir wollen ein Wohnhaus und keinen Industriebau), Zitat einer Ihrer Mitarbeiter: bei einem Neubau ist das „Murks“. ANMERKUNG: Es sollte ein 150-200 mm breites Rohr über eine Länge von ca. 1,5 Metern in ca. 2 Meter Höhe zwischen Garage und Haus installiert werden.
     
    – Gerne werde ich mich auch, wie mit Ihnen besprochen mit dem Experten und Sachverstaendigen Herrn K. unterhalten und nach anderen Loseungsansaetzen, wie z.B. Integration der Haustechnik in das Gebauede, usw. unter den genannten Rahmenbedingungen zu suchen. Meine Bereitschaft habe ich mehrmals kund getan. Bitte vermitteln Sie mir den Kontakt.
     
    Noch ein Hinweis: Die Werkplanung wurde nach Ruecksprache zwischen Genehmigungsplaner, Verkaeufer und Werkplaner in einem internen Gespraech geklaert und HdH intern entschieden, diese mit den beteiltigen Personen durchzufehren, obwohl ich seinerzeit schon Bedenken gegenueber einer Person geaeussert habe und um Entbindung von deren Aufgaben gebeten hatte. Es ist eine interne HdH Entscheidung die Werkplanung so durchzufuehren.
     
    …..
     
    Abschliessend – meinen Unmut ueber die Situation habe ich bereits ausreichend zum Ausdruck gebracht, und mein Eindruck des derzeitigen Sachstands ist auch alles andere als vielversprechend. Auf mehrmalige Nachfrage gibt es keine klare information zu
    – Optionen, Kosten, Vergleich….es fehlt uns an einer Entscheidungsgrundlage.
     
     
    Daher eine einzige Frage die Sie, Herr V, die Sie bitte umgehend (spaetestens bis Ende dieser Woche) schriftlich beantworten moegen:
     
    ist die Firma HdH derzeit technisch in der Lage das Haus wie in der Baugenehmigung geplant umzusetzen ?
     
     
    Mit freundlichen Gruessen
    Rolf Zehnder

    Dann hat sich der Geschäftsführer Herr S. bei uns telefonisch gemeldet.
    Um es vorweg zu nehmen – auf unsere Fragen erhielten wir keine Antwort. Statt dessen wurde uns eine Umplanung der Grundriße und der Haustechnik mit Kostenbeteiligung durch HdH angeboten. Mit anderen Worten, wir haben in der Anlage A1 zusätzliche Umplanungskosten in der Gesamtkalkulation ausgewiesen bekommen, alle Risiken der Umplanung liegen allein bei uns.
    Wir haben zugestimmt, in der Hoffnung nun doch endlich zu einem Abschluß der Werkplanung zu kommen. Inzwischen ist es Oktober 2017 (zur Erinnerung Planungsbeginn war im Mai 2017).

    Fazit

    Fünfte Regel für uns – Zeitdruck ist schlecht für ein gutes Gelingen – Verlässliche Termine sind daher um so wichtiger. Um der Zeitfalle zu entgehen – bestehen Sie auf Termine, wann welche Leistung bereit gestellt werden muss. Ich empfehle daher: Googlen Sie einmal nach “Änderungen des Bauvertragsrechts 2018”.

    Hinweis: Blättern Sie auch einmal in der Standardbaubeschreibung oder den Vertragsgrundlagen, ob Sie dort etwas über Termine oder Terminzusagen finden.

    …Ich zitiere einfach einmal was in den Werkvertragsgrundlagen über Termin geschrieben steht: “Baubeginn ist spätestens 4 Wochen nach Vorlage/Eingang folgende Vorausetzungen/ Dokumente vorgesehen:
    – Behördliche Baufreigabe
    – geprüfte und bestätigte Bauausführungsplanung
    – Rücklauf Bestätigung Leistungsanpassung
    – Fianzierungnachweis
    – Vorliegen unterzeichneter Werkverträge

    Überlegen Sie einmal selbst über welche der o.g. Punkte Sie selbst die Kontrolle haben und ob sie durch Ihr Mitwirken die Zeitdauer selbst bestimmen können !

    Sechste Regel: Ausschreibungsphase der Werkverträge – unterschreibe keine Blanko-Verträge. Ein seriöses Handwerksunternehmen legt einen unterzeichneten Werkvertrag vor, und bestätigt so bereits die Annahme des Vertrags. Alles andere ist unseriös.

    Eine andere Frage die sich stellt: Wie lange darf also die Phase der Ausschreibung dauern und wann sollten Werkverträge vorgelegt werden ? Diese Frage muss sich jeder selbst beantworten. Nur soviel sei gesagt: Eine Wahlmöglichkeit gibt es hier nicht.
    Wie kann ich als Bauherr also kalkulieren, wann “spätestens in 4 Wochen” ist ???

    Erfahrungswert aus unserem Projekt:
    Ausschreibungsbeginn Ende Oktober 2017
    Erster durch uns unterschriebener Werkvertrag (Rohbauer) am 6. Dezember 2017.
    Erster Werkvertrag (Rohbauer) mit einem Handwerksbetrieb erhielten wir Mitte Februar 2018 mit handschriftlichen Änderungen zur Baubeginn, der für die KW13 zugesagt wurde. ANMERKUNG – wir wurden nicht wie Herr S. schreibt darüber informiert, sondern vor vollendete Tatsachen gestellt – Und es liegen mir alle Schriftstücke vor, die diesen Vorgang belegen.
    Letzter Werkvertrag (Sanitär/ Heizung) erhielten wir Anfang Mai 2018.

    HdH hat uns immer versichert: “Ja, aber das Gewerk Sanitär benötigten Sie doch zum Baubeginn nicht.”

    Leider doch…

    Fortsetzung folgt.

  7. Hallo Herr Feil,

    Gerne äußern wir uns als aktuelle Bauherren auch einmal. Auch wir haben ein CreativHaus bei HdH beauftragt – wie unser Vorredner Herr Zehnder. Wir können uns den sehr ausführlichen Erfahrungen von Herrn Zehnder nur anschließen. Wir haben ebenso einen sehr holprigen und fehlerhaften Planungsprozess hinter uns, der uns derzeit noch folgenschwere Probleme bereitet. Unsere Abwasserplanung ist fehlerhaft und so kann ein geplanter Lichthof nun nicht über die Hebeanlage entwässert werden. Wir benötigen nun eine zweite Hebeanlage. Bisher ist jedoch noch nicht klar, wie diese zweite Hebeanlage ausgeführt werden soll. Die aktuell bauseits beauftragte Tiefbaufirma kann das jedenfalls nicht entsprechend des fehlerhaften Planes ausführen und somit stehen wir vor einem Problem. Leider hakte es hier ebenfalls an der Kommunikation und an der Zuständigkeit.

    Wenn wir einmal die Probleme kurz zusammenfassen, die seit Beginn des Vertrages mit HdH am 02.12.2015 aufgetreten sind, wäre das eine sehr lange Liste. Sprich kurz geht nicht. Der Baubeginn war dann endlich Oktober 2017 – fast 2 JAHRE später, was bereits auf den schwierigen Planungsprozess Hinweise liefert. Man wird dann seitens HdH als anspruchsvollen, schwierigen Bauherrn dargestellt. Das scheint Herrn Zehnder auch so ergangen zu sein. Zugegebenermaßen ist unser Bauprojekt sowieso nicht einfach – Einfamilienhaus mit einer Gewerbeeinheit. Auch wir kamen bereits mit einer fertig ausgearbeiteten Grundplanung (dies belegen wir gern jederzeit). Die Planer von HdH – Architekt, Werkplaner, Statiker – planen eine gewisse Zeit für ihr Budget. Leider planten sie bei uns auch Dinge ein bzw. um, die mit uns Alls Bauherren nicht besprochen wurden. Dieses Hin und Her führte zwangsläufig zu Konflikten und in unserem Fall auch zu Zusatzkosten. Mal abgesehen von den Bereitstellungszinsen, die irgendwann anfallen. Ohne Finanzierung kein Vertrag. Ergo: Das kann tatsächlich Existenzen zerstören.

    Derzeit kämpfen wir mit einem überfluteten Keller nach den Unwettern der vergangenen Tage. Der Keller müsste bei aktuellem Stand des Baufortschritts trocken sein, da er als Keller mit WU-Beton ausgeführt wurde. Wir gehen jetzt auf Ursachenforschung und warten die Reaktion von HdH ab. Hier wurden wir leider im Akutfall mit unseren Sorgen vor dem Wochenende im Stich gelassen und mussten unseren Keller in Eigenarbeit trocknen, um größeren Schäden vorzubeugen.

    Für uns stellt Ihr Blog eine Marketingmaßnahme für HdH dar. Sie stellen ja auch Fotos für den Facebookauftritt von HdH bereit. Sie verlinken den HdH-Blog auf ihrer Seite mit der Bemusterungsstory.

    Wir könnten hier sowohl schöne Bilder unseres Hauses zeigen, als auch Horrorbilder mit überflutetem Keller oder einer Baustelle, deren Zustand bereits verrät, wie es am Bau von statten geht. Wir liefern auch hier gern Bildmaterial.

    Was ich sicher sagen kann, wir werden ein schönes Haus haben. Was dem guten Geschmack, der Kompetenz und der Beharrlichkeit meines Mannes geschuldet ist. Ob es allerdings auch funktionieren wird, das werden wir noch sehen. Bisher funktioniert es noch nicht und wir erfahren auch nicht die Unterstützung, die wir als notwendig erachten würden. Vielleicht gipfelt auch unsere HdH-Geschichte in einem Gerichtsprozess. We will see….

    Gern stehen wir für Fragen oder weitere Erfahrungsberichte zur Verfügung.

    • Liebe Frau Willy,

      vielen Dank für Ihren Bericht, genau dazu ist der Beitrag hier ja auch da, also zum Erfahrungsaustausch. Ich sehe jetzt aber kein Problem darin, auf den Blog von HDH verlinken, wenn die Story dort sich mit unseren Erfahrungen deckt 🙂 Und auch dass die Bilder von unserem Bauprojekt – so wie die von vielen anderen auch – auf der Facebook-Seite von HDH genutzt werden, hat nichts mit den Schilderungen hier zu tun.

      Gerne können Sie auch im zweiten Teil zu diesem Beitrag nachlesen, wie es weiterging bei uns, und dass auch dort nicht immer alles wie geplant lief 😉

      • Guten Morgen Herr Feil,

        ja, ich habe es gelesen. Ich nahm Bezug auf die Verlinkung mit der Bemusterungsstory 😉…
        Ihre Probleme entstanden bisher allerdings nicht durch HdH, wenn ich das richtig lese. Es lag nur am Bauamt und dem Wetter. Alles Dinge, mit denen man rechnet. Und zudem gab es Änderungen, die Ihnen technisch erläutert wurden. Ist doch super, wenn es so läuft. Das hätten wir uns auch gewünscht. Kompromisse bzw. Lösungen, die man gemeinsam erarbeitet und sowohl technisch als auch ästhetisch umsetzen kann.
        Sie sind gern auf unsere Baustelle eingeladen. Wir sind nicht weit von Ihnen entfernt.
        Liebe Grüße
        M. Willy

        • Liebe Frau Willy,

          wohl wahr, das mit der Bemusterungsstory fiel mir dann im Nachgang auch noch auf 😉 Lassen Sie uns einfach in ein paar Wochen mal sprechen und weiterschauen, dann ist hoffentlich sowohl bei Ihnen als auch bei uns Fortschritt zu erkennen 🙂

          Liebe Grüße

          Frank

    • Guten Tag Frau Willy,
      Danke dass mehr Leute den Mut finden sich zu äußern. Wenn die die kommenden Berichte in den nächsten Tagen lesen werden, sollten wir uns gemeinsam überlegen, auch gemeinsame Schritte zu gehen.
      Wir haben HdH ein Frist gesetzt, die uns bis jetzt entstandenen Schäden zu ersetzen.
      Danach werden wir den Weg gehen müssen, den Sie bereits angesprochen haben, sollten wir uns mit HdH nicht in gegenseitigem Einvernehmen trennen.
      Mit besten Grüßen
      Rolf Zehnder

  8. Nun, wir berichteten über unsere Erfahrungen soweit über die Bereiche Akquise, Werkplanung und Ausschreibung. Es bleiben nach unserer Erfahrung folgende Themengebiete zu berichten:
    Qualität, Zuverlässigkeit, Bauphase.
    Diese 3 Themen sind so eng miteinander verquickt, dass es keinen Sinn macht, diese seperat zu behandeln oder zu beschreiben.
    Wie sie als Leser schon mitbekommen haben, waren in der Werkplanungsphase und Ausschreibung vielen Punkte enthalten, die ebenfalls in die Rubrik Qualität und Zuverlässigkeit fallen – ob positiv oder negativ, das überlasse ich Ihnen zu entscheiden.
    Ich zitiere hier einmal die HdH Bundesverbandssatzung:
    “Wir stehen für individuelles, massives Bauen. Wir bieten Ihnen maximale Sicherheit mit Festpreisgarantie, höchste Qualität in der Planung und Bauausführung sowie eine baubegleitende Überwachung durch unabhängige Stellen. Ihr Wunsch ist unser Bauplan.
    Bauen ohne Bauträgerrisiko
    Der Bundesverband Haus der Handwerker e.V. steht für maximale Sicherheit beim Hausbau. Wir planen und koordinieren Ihr Bauvorhaben und vermitteln die Werkverträge mit den Handwerksmeister- und Fachbetrieben in unserem Verbund direkt an Sie. Sie erhalten von uns eine Festpreisgarantie und haben absolute Transparenz in jeder Bauphase. “

    Rekapitulieren wir nochmals die Berichte zur Planungs und Ausschreibungsphase…

    Ein Beispiel Qualität: Wie schon zuvor berichtet, wurde bei uns auf Drängen (…Ihr Wunsch ist unser Bauplan…) von HdH der Grundriß und die Haustechnik umgeplant. Nach Fertigstellung der Pläne, der erneute Durchlauf: Werkplaner – “Sachverständigenprüfung” – Berechung Statik – ggfls. Übernahme von Änderungen in die Werkplanung.
    Die Statik ist deshalb von Bedeutung, da diese auf Verlangen der Baugenehmigungsbehörden vorgelegt werden muss. Erst auf Nachfrage erhielten wir die überarbeitete Statik. Nach 10 Minuten Durchsicht, mussten wir als LAIEN feststellen, dass die Statik auf falschen Plänen basierte, da Deckendurchbrüche falsch angegeben waren, bestehende Durchbrüche fehlten und nicht existente Durchbrüche Teil der Berechnung waren. Mit anderen Worten — falsche Berechnungsgrundlage.
    Jetzt kann man ja sagen, kommt schon mal vor – andereseits sind DREI “Experten” (siehe oben) in der HdH Qualitätsmanagement-Kette Teil des Ablaufs…wieder weitere Zeit für den Mülleimer, um auf die Korrekturen zu warten.
    Darf so etwas vorkommen ? Wer mag das schon beurteilen…
    Fortsetzung folgt.

  9. Lieber Herr Feil,
    lieber Herr Zehnder,

    wer hat denn wann zu welchem Zeitpunkt bei ihren Häusern das Abwasser geplant? Wann wurden oder werden voraussichtlich die Hausanschlüsse gelegt? Mussten Sie sich selbst darum kümmern mit den Versorgern vor Ort oder hat das jemand für Sie übernommen?

    Wie lief das bei Ihnen beiden ab?

    Vielen Dank für die Informationen.

    M. Willy

    • Liebe Frau Willy,

      bei uns hat bereits der Architekt die Entwässerung geplant, da das hier Teil vom Baugesuch war/ist. Die Mehrspartenhauseinführung hat der Rohbauer verlegt (wir bauen ohne Keller), die Hausanschlüsse übernehmen die Stadtwerke (ebenfalls hier in der Gemeinde eine Vorgabe, also dass die Hausanschlüsse die Stadtwerke verlegen müssen).

      Viele Grüße Frank

    • Guten Tag Frau Willy,

      wie Herr Feil schreibt, ist die Entwässerung Teil des Baugesuchs. Hier ist die Baubehörde in Ditzingen sehr gründlich und es waren einige Nachbesserungen notwendig, bis die Freigabe erteilt wurde.

      Das ist aber Standardprozedere…was ich aus Ihrer Frage heraushöre ist eher die Frage nach: wer plant die korrekte technische Umsetzung dessen was im Entwässerungsgesuch genehmigt wurde. Spricht: das es funktioniert !!!!

      Da gibt es zwei Antworten – der Werkplaner und bei schwierigen bis komplexen Themen unter Zuhilfenahme des entsprechenden Gewerks oder der Fachwerkplaner, sprich, die Männer und Frauen aus der Praxis – Sanitär und Heizungsbauer.
      Leider ist das bei HdH in der entscheidenden Phase doch etwas fraglich, da die Gewerknehmer, wie in unserem Fall gar nicht festgelegt werden konnten. Somit ergibt sich eine Antwort auf Ihre Frage schon dadurch, wer plant.

      Ich kann Ihnen mitteilen, dass ich ein ähnliches Problem mit meiner Heizung habe. Der mit zugewiesen Sanitärbetrieb hat Bedenken wegen der Ausführung der Planung angemeldet – zurecht, da nicht an der Planung beteiligt. Mit der Konsequenz, dass dieser, sollte die Planung nicht angepasst werden, von der Ausführung des Vertrags zurücktritt.

      Inzwischen habe ich dieselben Bedenken von einer NICHT-HdH Firma gehört, und darüber hinaus, dass das Heizkonzept, für meine Haus so nicht realistisch ist. Aus anderen Gründen, die ich noch in meinem Erfahrungsbericht zur Bauphase beschreiben werde, kann ich Ihnen sagen, dass ich derzeit einen fertiggestellten Rohbau habe, aber keinen Heizungsbauer, der das geplante umsetzen wird. Ich werde das jetzt selbst organisieren und auch außerhalb HdH in Auftrag geben. Sicher ist sicher.

      Ich hoffe, das beantwortet Ihre Frage etwas deutlicher.

      PS: Mir ist eine Aussage in einem Ihrer Artikel aufgefallen: „…man wird als schwieriger Bauherr dargestellt…“ Warum fällt mir das auf ? Ich habe dieselbe Aussage bei Vororttermin vom HdH-Heizungsbauer, welcher Bedenken anmeldete gehört, nachdem er von unserem Werkplaner angerufen wurde, obwohl es hierfür keinen Grund zur Kontaktaufnahme gab….Ich habe das Gefühl, wir hatten denselben Werkplaner.

    • Ach ja – um Ihre anderen fragen zu beantworten, die Organisation der Anschlüsse und allem drum und dran haben wir in Eigenleistung organisiert, das gehört nicht zum HdH-Umfang. Bin heute froh darüber !

      PS2: erst gestern haben wir ein Problem mit der Mehrsparte festgestellt – die wurde zu tief einbetoniert und ist mit Wasser voll gelaufen. Ob auch Beton hingelaufen ist wissen wir noch nicht. Auch das wurde an HdH berichtet, die Reaktion haben sie ja schon selbst in Ihrem Erfahrungsbericht beschrieben. Ich habe mich daher selbst mit dem Hersteller Hauff in Verbindung gesetzt und um eine Einschätzung eines möglichen Bauschadens bemüht.

  10. Hallo zusammen,

    Auch wir möchten uns an dieser Stelle gerne in die Diskussion einschalten.

    Wir bauen gegenwärtig ein Haus in Calw mit HDH und möchten gar nicht so sehr darüber philosophieren, ob HDH aus unserer Sicht empfehlenswert ist oder nicht. Aus eigener Erfahrung und ausschließlich bezogen auf unsere eigene Immobilie stellen wir fest, dass Zeit in einem Projekt mit HDH absolut gar keine Rolle spielen darf. Für extrem geduldige Menschen ohne Kinder, mit unbegrenzten Geldmitteln, ohne Kredite bzw. Bereitstellungszinsen und zeitraubende berufliche Verpflichtungen kann das Konzept unter bestimmten Umständen interessant sein.

    Wir sind bisher mit jedem Ansprechpartner bei HDH sehr gut ausgekommen. Problematisch sind aus unserer Sicht nicht die handelnden Menschen bei HDH, sondern das System, das dahinter steckt. Wir können nun nicht sagen, dass HDH uns keine Informationen zur Verfügung gestellt hat. Wir haben uns möglicherweise naiv auf ein Wagnis eingelassen, dessen Struktur und Risiken wir zugegebenermaßen bei Vertragsunterzeichnung nicht gänzlich verstanden hatten. Dies hat uns in eine inverse Realität geführt, in dem wir als Geldgeber zu Bittstellern degradiert wurden. Als gebildete Erwachsene sollten wir grundsätzlich die Tragweite unseres Handelns erkennen. Schließlich wussten wir, dass der HDH-Vertrag sehr abstrakt ist und uns keinen Schutz bietet, wenn es um die Frage geht „Wann geht’s denn endlich los mit unserem Haus“.

    Wir haben bereits im Jahr 2013 ein Reihenhaus in Renningen mit einem lokalen Bauträger gebaut. Es lief nicht immer optimal, es war aber immer jemand da, den wir auch mal anschreien konnten (es dürfte jeder verstehen, wie ich das meine). Es war aber immer jemand verfügbar, der zu jeder Tages- und Nachtzeit den kompletten Überblick über unsere Baustelle hatte.

    Wenn Sie im gesamten Umfeld (privat und beruflich) die Frage hören – Wann geht’s denn endlich los mit Eurem Haus – dann wissen Sie, dass Sie weder neurotisch noch uncool sind, wenn Sie die ewige und nicht plausible „Vorbereitungsphase“ kritisch hinterfragen. Zu der Belastung durch Bereitstellungszinsen kommt noch ein ab September 2018 schulpflichtiges Kind und ein zweites Kind, das einen Kindergartenplatz braucht.

    Aus unserer Sicht hat Herr Feil alles richtig gemacht. Die mediale Begleitung seines Bauprojekts hat dafür gesorgt, dass wir noch von der Bodenplatte träumen, während sein Rohbau vermutlich schon fertig ist.

    Was bisher geschah: Baubeginn am 17.05.2018 (13 Monate nach Vertragsunterzeichnung und 9 Monate nach Erteilung der Baugenehmigung). Die Baugrube ist ausgehoben, seit drei Wochen ist nichts Sichtbares bezüglich des Baufortschritts passiert. Zeitplan des Bauleiters soll bis Ende dieser Woche fertig sein, die Bauarbeiten sollen am 21.06.2018 weitergehen.

    Meine Frau und ich werden an dieser Stelle berichten, wie und ob es weitergeht.

    Gruß aus Renningen!

  11. Guten Morgen!

    Vielen Dank Herr Feil und Herr Zehnder für die informativen Antworten.

    Bezüglich der Entwässerung ist HdH nun aktiv geworden und sie haben uns zugesagt, sich um eine Lösung zu bemühen. Die nächsten Tagen werden zeigen, wie eine gangbare Lösung aussehen soll.

    Das Wasser im Keller ist nun abgesaugt. Wir mussten die eingebaute Dampfsperre herausschneiden. Dieser Schaden bleibt. Die Ursache ist aus jetziger Sicht die Mehrsparte, die nicht dicht hinterlassen wurde.

    Seit längerer Zeit war niemand mehr von HdH auf der Baustelle. Wir wissen derzeit nicht, wie es weiter gehen soll bezüglich der nass gewordenen Kalksandsteinwand. Diese soll laut unseres Wissens mit Wasser schnell reagieren. Wäre toll, wenn sich die Sachlage mal jemand anschaut, ob hier Maßnahmen notwendig sind.

    Ein nächstes Problem, welches nun Verzögerung in den Bau bringt: Die genaue Position der Lüftungsschlitze unserer Lüftungsanlage sind im Plan nicht eingezeichnet. Der Rohbauer könne deshalb die Schlitze nicht herstellen. Ohne Schlitze kommt jedoch der HLS-Handwerker nicht. Warum ist das bisher niemandem aufgefallen? Unser Bauleiter hat uns über diesen Zustand gestern informiert. Hat uns aufgefordert, uns um eine Lösung zu bemühen. Die nächste Aufgabe, die nun wieder an uns als Kunden delegiert wird. Die Bohrlöcher für die Hausanschlüsse hatten wir auch fremd beauftragt aus einer ähnlichen Situation heraus. Langsam frage ich mich, ob das Bauherren-Aufgabe ist den Bau so zu koordinieren?

    Herr Bostrunic, ich mag Ihren Humor. Ein Kompliment! Sie haben mich sehr unterhalten und ich finde, Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Vielen Dank auch dafür.

    Grüße aus Kornwestheim

  12. Wie läuft das bei Ihnen allen so mit der Bauleitung? Wie oft ist der Bauleiter vor Ort? Welche Aufgaben übernimmt dieser bei Ihnen? Müssen Sie sich um solche Dinge wie Lüftungsschlitze oder Bohrlöcher… oder Ähnliches kümmern?

    • Bei uns ist der Bauleiter etwa einmal pro Woche und schaut sich alles an. Ansonsten koordiniert eben die Handwerker und Termine. Lüftung ist bei uns schon in der Werkplanung alles eingezeichnet, von daher gibt es da für uns nichts abzustimmen. Allerdings kennt natürlich kein Handwerker und auch kein Bauleiter das Haus so gut wie man selbst, von daher schauen wir auch einmal pro Woche vorbei, ob alles wie geplant ausgeführt wurde.

    • Hallo Frau Willy,

      Ihre Frage lässt sich so nicht beantworten. Ist die Werkplanung iO. und alle Handwerker wissen was zu tun ist, ist es am Bauleiter die korrekte Umsetzung zu überwachen. Er kann jedoch schlecht alle Defizite einer mangelhaften Planung ausgleichen. Jedoch sind offensichtliche Probleme, die zu Baumängeln führen könnten zu benennen und Abhilfe zu schaffen. Ich hoffe das hilft ihnen weiter 🤔

    • Nachtrag: Sie können es sich in etwa so vorstellen: jedes Gewerk baut auf dem anderen auf. Daher ist jedes Gewerk verpflichtet, die Planung oder die Aufführungen des Vorgängers zu überprüfen und ggfs. Bedenken anzumelden. Unterbleibt dies, gehen die Risiken der Haftung auf den Nachfolger über. Der Bauleiter steht über dem. Jedes Gewerk stellt quasi den Fachbauleiter für sein Gewerk.

      • Nochmals vielen Dank Herr Zehnder und Herr Feil. Ihre Beiträge helfen mir, die Dinge besser zu verstehen.

        Freundliche Grüße

        M. Willy

      • Das klingt hier ja gar nicht gut 🙈 darf ich fragen wer eure Werkplaner gewesen sind?
        Wir sind momentan in der Werkplanung!

        • Sie dürfen mich gerne anmailen- dann können wir uns darüber unterhalten.
          Herr Feil , sowohl Frau Willy haben meine Kontaktdaten bereits.
          Ich möchte aber im Vorfeld gleich darauf hinweisen, das die Erfahrungen, die wir gemacht haben, nicht verallgemeinert werden können.

  13. Weiter gings – Beginn der Bauphase.

    Das ist der Punkt, wo sich jeder Bauherr am meisten darauf freut – weil man endlich was sieht – der Traum wurde zum Plan, der Plan wird Realität….oder zum Alptraum.

    Der Baubeginn war für die KW13 versprochen. Wie schon berichtet, hatten wir als Bauherren diverse Vorleistungen erbracht (Erdarbeiten), die eigentlich zum Gewerk Rohbauer gehören. Laut Bauzeitenplan war Rohbaufertigstellung geplant in der KW20. Wegen der Feiertage im April hat man noch eine Woche drauf gegeben, also KW21. Wir sind jetzt in der KW24 – und es ist noch nicht fertig, es sind noch diverse Restarbeiten auszuführen. Am Wetter kanns die letzten Wochen aber kaum gelegen haben. Hätten die Erdarbeiten auch erst in der KW13 begonnen, wäre der Verzug noch weit größer. Weshalb – dazu später mehr.

    Wie liefs ab… in der KW12 wurde die Baustelle eingerichtet, damit in der KW13 auch mit den Arbeiten begonnen werden kann. Wie schon berichtet, hatten wir zu dem Zeitpunkt keinen Werkvertrag für das Gewerk Sanitär. Im Entwässerungsplan ist jedoch eine Hebeanlage vorgeschrieben ist (Gruß an Frau Willy :-)). Es fühlte sich nur keiner so recht zuständig, wo das Ding den nun her kommen sollte. Von Himmel fallen solche Sachen auch in Ditzingen nicht. Also, Bauherr tue was HdH nicht tut und kümmere dich. Telefonate mit HdH und Bauleiter, hin und her. 3 Tage vor Baustart…:-(

    Lange Rede kurzer Sinn – prakmatisch wurde rangegangen. Der Rohbauer besorgts. Und macht mir ein Angebot. Gut könnte man sagen. Hat nur einen Haken: der Preis passt nicht mit dem Preis der in der Anlage A1, welcher dafür in Rechnung gestellt werden sollte – teurer. HdH hat sich dann mit dem Rohbauer auf einen „anderen“ Preis verständigt (dazu komme ich noch später), ich habe eine E-Mail erhalten, dass der Betrag für die Hebeanlage vom zukünftigen Sanitärbetrieb gut geschrieben wird, und weiter gings…

    PS: die Hebeanlage war ursprünglich in einem Betonschacht vorgesehen (nochmals Gruß an Frau Willy :-)), der technisch aber gar nicht notwendig ist, weil das Gerät in einem einbetonierbaren Kunststoffgehäuse geliefert wird, inklusive Dichtmanschette und direkt in die Bodenplatte einbetoniert werden kann. Der Schacht konnte also als Leistung beim Rohbauer entfallen, super denkt sich der Bauherr, was der Rohbauer nicht machen muss, brauche ich auch nicht bezahlen und spare noch was dabei.

    Könnte man sagen – alle können jetzt zufrieden sein….wenn da nicht das Wörtchen „wenn“ nicht wär. Also betrachten wir das Thema mal genauer:

    a) bei der Preisberechnung für die Hebeanlage wurden dem Rohbauer eben jene Positionen für den Entfall des nicht mehr benötigten Schachts in Abzug gestellt, damit der Angebotspreis an die in Anlage A1 für die Hebeanlage in Rechnung zu stellende Summe angeglichen werden konnte.
    Preis in A1 = 3280,00 Euro
    Preis laut ursprünglichem Angebot des Rohbauers = 3317,13 Euro
    Nach Adam Riese eine Differenz von 37,13 Euro. Also eigentlich keine Affäre um das gerade zu rücken. Dann kam folgende Mail:

    Sehr geehrter Herr Zender
    nach Rücksprache mit Herrn S. lösen wir den Ecolift laut Plan aus Ihrem Werkvertrag Heizung heraus .
    Diese Leistung wird durch das Gewerk Rohbau ausgeführt. Von seinem Angebot entfallen 250,00 Euro für die Schachtgrube.
    Somit ergibt sich ein neuer Preis für den Ecolift um 3.067,13.Der Elektroanschluss bleibt beim Elektriker.
    Gleichzeitig wird ihr Heizungspreis von uns um 3067,13 Euro gekürzt somit entstehen Ihnen keine Kosten.
    Bitte bestätigen Sie diese Leistung denn Herrn S. Angebot hängt im Anhang
    S.M.
    Leiter der Kalkulation

    D.h. – es sieht so aus, als dass man mir sogar einen Gefallen tut und mit einem sagenhaft günstigen Preis von 3067,13 Euro, wir sogar ein Schnäppchen machen….
    😛 Möööppp – Gewerk Rohbau erhält Gutschrift für eine Leistung, die es nicht erbringen muss ??? Eine Leistung die nicht erbracht wird, steht mir als Auftraggeber zu…mal drüber nachdenken.
    Bleibt also immer noch eine Differenz zu Lasten des Bauherrn, wenn man rechnen kann. Abesehen davon, dass die 250,00 Euro einen Phantasiepreis darstellt. Mir liegen die Preise des Rohbauers für Fundament vor, da ich wegen eines anderen Themas Zusatzleistungen angefragt hatte. 2 x 🙁

    b) Damit die Story richtig rund wird – es geht noch besser:

    MAIL von HdH
    Sehr geehrter Herr Zehnder,
    als Anlage möchten wir Ihnen gern vorab die beiden letzten Werkverträge Heizung und Sanitär übersenden.
    Weiterhin liegt dieser Email die aktualisierte Handwerkerliste und Kostenaufstellung zu Ihrem Bauvorhaben bei.
    Die Originale erhalten Sie heute noch auf dem Postweg.
    Die Firma S. wird Ihnen bezüglich des Ecolifts eine Gutschrift in Höhe von 3.067,13 € Brutto erteilen.
    Somit reduziert sich automatisch die Werkvertragssumme.
    Sollten Rückfragen hierzu sein, stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.
    Mit freundlichen Grüßen
    HDH – Planungs- und Koordinierungs- AG

    Der geneigte Leser wird nun sagen ist doch alles Super 🙂 🙂

    Hat nur einen anderen Haken: Auf Nachfrage beim Sani(tär), wurde eine Gutschrift mit ihm nie vereinbart und er bestehe auf die vertraglich vereinbarte Nettosumme, da sonst seine Kalkulation nicht mehr passt – Ich kann den Mann verstehen. Nur HdH nicht.
    Rückfragen dazu bei HdH, die Vertragssumme sofort anzupassen und die 3067 Euro direkt in Abzug zu bringen, wurden nicht mehr beantwortet.

    Da sitzt er wieder, der Bauherr und hat weitere ungeplante Kosten an der Backe 🙁 🙁 🙁
    Ein Glanzstück kalkulatorischer Kühnheit.

    Fazit:

    Regel Nummer 7 für uns: Besprich dich immer VOR Vertragsunterzeichnung mit deinem Vetragspartner und kläre alle Punkte. (Anmerkung: wenn es den Vertragspartner noch nicht gibt, lass dich auf keine kalkulatorischen Spielchen ein und bestehe auf die vertraglich vereinbarten Summen).

    Regel Nummer 8: Hier wird es kniffelig – eigentlich will der Bauherr sein Geld in sein Haus stecken. Aber für uns ist klar geworden: steck dein Geld auch in wirklich unabhängige technische und Rechtsberatung – dann bleibt es wenigstens zusammen.

    Fortsetzung folgt.

  14. Bauphase – nun geht’s wirklich los !

    Der Kran ist gestellt, die Fundamentgräben sind ausgehoben, die Tage vergehen ohne nennenswerte Vorkommnisse. Aufgeschreckt durch die kühne Kalkulation mit der Verrechnung der Hebeanlage, sagten wir uns, bevor die Verunsicherung noch größer wird: Holzauge sei wachsam.

    Das erste Teil des Bauwerks steht kurz vor der Vollendung: die Bodenplatte (wir bauen nämlich auch ohne Keller). Wie Familie Feil 🙂 Wie aus dem Erfahrungsbericht der Familie Feil zu lesen ist, war auch bei uns in der Anlage A1 eine zusätzliche Position aufgeführt. Die Statik verlange zusätzliche Bewehrung, also bräuchte es etwas mehr Baustahl – in unserem Fall ausgewiesen als „Mehrstahl entsprechend statischen Erfordernissen“ – kost‘ natürlich was, gibt’s nicht umsonst: 1170 Euro in unserem Fall. Soweit alles OK, ist in der statischen Berechnung alles aufgeführt.

    Und nun ?

    Und nun passierte folgendes….der benötigte Stahl wurde geliefert. Aber wer ist schon so blöde und rechnet nach, was da kommt und was in die Bodenplatte geht ? Ja stimmt – da ist es wieder das Holzauge. Der angelieferten Stahlmengen sind um 40% niedriger als die in der Statik vermerkten Mehr-Mengen, auf denen ja offensichtlich die Kalkulation des Mehrpreises basiert.

    Erste Frage: Ist meine Bodenplatte jetzt stabil genug ?

    Nach Rückfrage beim Bauleiter und Rohbauer wurde mir folgendes mitgeteilt: Die in der Statik vermerkten Stahlmengen sind inklusive Verschnitt. So, also – Der Rohbauer ist ja ein scharf kalkulierender Unternehmer und hat optimiert – Stahlmatten anders geschnitten und schon hat man eine Ersparnis von 40%.
    Wer seinen Werkvertrag mal genauer angesehen hat, dem fällt auf, dass dort unter geltende Dokumente VOB/ Teil B aufgeführt ist. In der VOB/ Teil B §2 Nr. 3 – Mengenabweichungen ist zu lesen:
    Weicht die tatsächlich ausgeführte Menge von der vertraglich vereinbarten Menge um mehr als 10 % ab…

    Laut HdH Standardbaubeschreibung ist eine bestimmte Menge Stahl für eine Bodenplatte im Grundpreis enthalten. Ob diese ausreichend ist um eine entsprechende Bewehrung sicher zu stellen, will ich jetzt nicht diskutieren. Bei Familie Feil reichte diese nicht aus, bei uns auch nicht.
    Fakt ist – es wurde explizit in der Anlage A1 ein Mehrpreis für Stahl ausgewiesen, der so nie verbaut wurde. Wer jetzt böses dabei denkt – tztztz – ich vermute bei uns und auch bei anderen Bauobjekten ist das reiner Zufall. Eine Anfrage auf Neukalkulation hat HdH bisher nicht beantwortet, obwohl § 2 Nr. 3 Abs. 2 VOB/B klar regelt: „Für die über 10 % hinausgehende Mengenüberschreitung des Mengenansatzes ist auf Verlangen ein neuer Preis unter Berücksichtigung der Mehr- oder Minderkosten zu vereinbaren.“
    Statt dessen erhielt ich einen Rüffel, ich habe einen Festpreis, und das habe mich nichts anzugehen, wenn „einer“ was optimiert….:-(

    Krönender Abschluß der Bodenplatte stellt die Mehrsparteneinführung dar, die zu tief einbetoniert wurde. Festgestellt haben „wir“ das – ja natürlich, der Bauherr, wer ist den sonst dafür da – weil sämtlich alle Rohre mit Wasser voll gelaufen sind und eigentlich hätten trocken bleiben müssen. Ob auch noch etwas anderes dort hineingeflossen ist (Beton ?) und die Rohre noch immer durchgängig sind oder nicht, konnte mir bisher keiner beantworten. Der Gutachter (nicht derjenige, der von HdH vermittelt wird, sondern ein öffentlich vereidigter Baugutachter), den ich jetzt einbestellt habe wird’s dann wohl s(r)ichten….:-)

    Nun ja – Es geht einigermaßen zügig weiter. Das Erdgeschoß ist fertig, das Gerüst für die EG Decke wird nach Bauzeitenplan benötigt. Die Decke wird geliefert, das Gerüst fehlt noch immer. Jetzt soll die Elektrik für die Deckenspots in die Decke verlegt werden. Die Betonlaster rollen, und … die Elektrik fehlt immer noch. Zubetoniert – Möööppp Möööpp 🙁 🙁

    Wir sind jetzt in Woche 13+x – von den vier ( 4 !!!) laut Bauzeitenplan zur Leistungserbringung aufgerufenen „qualifizierten und geprüften Firmen“ sind D R E I (!!!) erst gar nicht angetreten: Gerüstbauer, Elektriker, und DEKRA, die eigentlich die Bodenplatte hätten prüfen sollen.

    Und es wird lustig weiter gebaut. Das erste OG ist bereit für die Aufnahme der Decke OG. Und was fehlt – ja, stimmt ….immer noch das Gerüst. Der Bauherr schickt eine Mahnung (weil der Bauherr ja sonst nix zu tun hat), und die Gerüstbau-Jungs lassen mich ganz entspannt wissen, dass sie vielleicht in 2 Wochen anrücken. Rohbauer meldet Baubehinderung an – und was macht HdH, was macht der Bauleiter … ?
    Der Bauherr hats mal wieder gerichtet – innerhalb von 3 Tagen habe ich einen Ersatz-Gerüstbauer auf eigene Kosten organisiert. Und DEKRA, HdH-Elektriker und HdH-Gerüstbauer aus dem Projekt entfernt (Vertrag wiederufen). Hatten ja eh keine Zeit….soviel zum Thema Festpreis und Zuverlässige Mitgliedsfirmen.

    So langsam wird es Zeit sich um die Fenster zu kümmern…wurde tatsächlich auch begonnen. Die HdH-Fensterbauer hatten sich schon an die Arbeit gemacht, und hier endlich einmal ein LOB neben der vielen Kritik – sie haben einen Planungsfehler (jaja, wo Licht ist, ist auch Schatten) entdeckt und dies mit dem Werkplaner bilateral geregelt. Das wurde mir dann zur Freigabe vorgelegt….aber das ist eine neue Geschichte. 🙂

    Fortsetzung folgt.

  15. Planung, Planungsfehler und Qualität

    Schauen wir also nochmals in die Prospekte:
    Die meisten Menschen bauen in ihrem Leben nur ein Haus. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich auf Ihre Partner am Bau verlassen können. Als Bundesverband garantieren wir Ihnen optimale Baukoordination und Kostenkontrolle – und stellen sicher, dass Ihre Wünsche und Vorstellungen realisiert werden. Es ist Ihr Traumhaus, das wir gemeinsam mit Ihnen bauen. Um Ihnen einen reibungslosen Ablauf und höchste Zufriedenheit zu garantieren, sind folgende Punkte für uns selbstverständlich:
    Übernahme der gesamten Baukoordination
    Festpreisgarantie
    10% Vertragserfüllungsbürgschaft
    5% Gewährleistungsbürgschaft
    Bau- und Kostenkontrolle
    Auf Qualität und Bonität geprüfte Handwerksmeister- und Fachbetriebe
    Güte- und Qualitätskontrolle

    Hört sich gut an. So sieht es nach unserer Erfahrung aus…

    Wie im letzten Bericht zu lesen, wurden wir vom Werkplaner angeschrieben, wir sollten die mit dem Fensterbauer bilateral diskutierten Punkte frei geben. Wäre schön gewesen, wenn man uns VORHER informiert hätte, dass mal wieder Pläne geändert werden sollen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen habe ich die neuen Pläne extern prüfen lassen. Außerdem habe ich zur Freigabe weitere Informationen angefragt – und folgende Antwort erhalten:

    Sehr geehrter Herr Zehnder,
    bei unserer Besprechung im Musterhaus hatte ich Ihnen 2 Varianten zu der Terrassentür vorgestellt.
     
    1. Variante Hebe – Schiebe Tür mit aufgedoppelten Fensterahmen bis zur Rohdecke
    2. Variante Fenstertür mit Drehkippflügel und minimierter Schwelle
     
    Da Sie sich für die Fenstertür entschieden haben resultirt hier daraus eine gemauerter Schwelle
     
    Weitere Antworten wie folgt:
     -Es gibt keine Wärmebrücke.
    -Ebeso wie beim Dachdetail ist der Fensteranschluss in einem Regeldetail erstellt worden.
    -Der Fensterbauer hatte den aufgedoppelten Fensterrahmen nach dem HDH Detail gefordert. (Was natürlich richtig ist.)
    … 
    Mit freudlichen Grüßen
     D.R.

    Ok, könnte man so stehen lassen – wenn da nicht schon wieder das Wörtchen „Wenn“ nicht wäre.

    Ich habe das Detail von einem unabhängigen und fachlich qulifizierten Bauingineur prüfen lassen, mit folgendem Ergebnis: Wärmebrücke im Bereich der Schwelle oberhalb der Dämmung.

    Was dann folgte, war fast 3 Wochen lang ein stümperhafter Versuch die Pläne „passend“ zu machen, immer wieder mit dem Ergebnis, dass diese nicht normgerecht, Konstruktionsfehler aufwiesen oder nicht realisierbar waren.

    Hier eine Liste der fehlerhaften Punkte, die bis heute nicht vollständig gelöst sind.
    Falscher Ansatz / Anschlußhöhen und Fensterrahmenprofil
    Anschluß Rinne nicht normgerecht.
    Abdichtung an kritischer Fuge nicht möglich.
    Dämmkeil falsch.

    Was dann folgte war nur eine logische Folge – der Fensterbauer kündigt die Produktion der Fenster ab, wegen fehlender Plandetails:

    Sehr geehrter Herr Zehnder
    Hiermit zeigen wir Baubehinderung an. Grund: die ungeklärten Anschlüsse, ebenso wurden meine Fragen bezüglich der Rahmenüberdeckung (vom Werkplaner) nicht beantwortet.
    Die Fertigung der Fenster wurde gestoppt!
    Wie wir es dann zeitlich wieder einordnen können kann ich Ihnen mitteilen wenn alles klar ist.
    MFG S.C.

    Dem jedoch nicht genug – eine unverschämte E-Mail des Planers folgte nach:

    Sehr geehrter Herr Zehnder,
    im Anhang befidet sich das Detail für die Balkontür.
     
    Die Balkontür wird mit aufgedoppeltem Fensterrahmen ausgeführt.
     
    Das Detail versteht sich nur zu Ihrer Kenntnissnahme. (Nicht zur Korrektur)
     
    Fragen bezüglich der Abdichtung klären wir intern.
     
    Mit freundlichen Grüßen
     
    D.R.

    Möööp Möööp – wer ist der Bauherr und gibt die Bauausführung frei ?

    HdH hat es in den ganzen Wochen nicht geschafft, eine Lösung für das Problem zu liefern.

    Eine weitere schriftliche Frechheit, die sich der Werkplaner uns gegenüber erlaubte, weil wir uns erdreisten seine Werke extern prüfen zu lassen:

    Sehr geehrter Herr Zehnder,
     
    …blablabla….

    Desweiteren beurteilt unser Sachverständiger ob ein Detail ausgeführt werden kann oder nicht.
     
    ….blablabla…
     
    Wenn Sie nicht weitere 6 Monate auf die Fertigstellung Ihres Rohbaus warten wollen, würde ich Ihnen raten mit uns zusammen zu arbeiten und die Regeln der Abläufe einzuhalten.
     
    Mit freundlichen Grüßen,
     
    D.R.

    🙁 🙁 Wow, wow, wow – da freut man sich doch, solche Partner an seiner Seite zu haben….hört sich wie eine Drohung an, oder ?

    Also, wieder auf eigene Initiative und Kosten habe ich mir die notwendigen korrekten Plandetails verschafft, und die Fenster zwischenzeitlich bei einem NICHT-HdH Unternehmen in Auftrag gegeben.

    Die sind zum Aufmaß nehmen auf der Baustelle erschienen und haben folgendes festgestellt:

    Die geplanten Hebe-Schiebetüren können nicht wie geplant eingebaut werden, weil
    – der verbaute Rollladenkasten keinen Anschluß am Außenmauerwerk erlaubt und die Fenster nach innen versetzt werden müßten.
    – mit der Folge, dass diese einige Zentimeter innen über das Mauerwerk ragen würden
    – mit der Folge das das gesamte Mauerwerk auf ca. 18 Metern länge hätte aufgefüttert werden müsste

    – Zudem stellte sich heraus, dass die geplanten Standard-Gurtwicklerkästen nicht ins Mauerwerk passen (weil diese breiter als das Mauerwerk sind).
    – Das die geplanten, sorry – die vorgesehenen Rollladenbehänge nicht in der geplanten Ausführung verbaut werden können – Standard Kunststoffbehänge sind ohne weitere Rollladenführungschienen in der Mitte des Fensters nur bis 160cm Breite möglich, wobei wir Fensterbreiten von ca. 2 Metern haben – und das ohne Mittelpfosten.
    PS: die Info erhielten wir übrigens nach Bestellung der Fenster. Da freut man sich doch, dass so etwas 7 Monate nach Freigabe der Werkpläne auffällt.

    Hab ich was vergessen – weiss nicht, die Liste der Punkte ist inzwischen zu lang.

    Nur noch so zum Abschluß – was hat das alles für unseren Rohbau bedeutet ?
    – Falscher Rollladenkasten verbaut, weil Plandetails nicht eindeutig waren
    – Hebeschiebetüren mußten gegen normale Fenstertüren getauscht werden, was erheblichen Verlust von Wohnqualität und Platz bedeutet.
    – ALLE Fenstertüren und Fenster können nicht mauerbündig eingebaut werden und erfordern für die Fenstertüren zusätzliche eine Schwelle und Abdichtungen im unteren Bereich und alle Fenster und Türen eine zusätzliche Laibungsdämmung.
    – ALLE Fenster benötigen eine Rahmenverbreiterung, damit Rollladenführungsschienen und die Anschlüsse nach RAL realisiert werden können (nebenbei: Fensterfläche wird kleiner)
    – Alle Rollladenpanzen müssen auf ALU-Behänge umgerüstet werden
    – ALLE Fenster müssen auf e-ROLLO umgerüstet wegen fehlender Plandetails für die Gurtwicklerkästen

    Bedeutet ganz konkret: Mehrkosten in allen Gewerken: Elektriker, Stuckateur, Fensterbauer, Rollladenbauer, Rohbauer, Bodenbeläge

    Schauen wir nochmals an den Anfang dieses Abschnitts in den Prospekt und zitieren: Als Bundesverband garantieren wir Ihnen optimale Baukoordination und Kostenkontrolle – und stellen sicher, dass Ihre Wünsche und Vorstellungen realisiert werden.

    Jupp – bekommen wir und in der versprochenen Qualität ! – Nein Spaß, natürlich nicht. Das Qualitätsmanagement und die Kostenkontrolle ist in unserem Fall ein Totalausfall !!!! Nur wo es um direkte Kosten bei HdH geht, da sind die Kollegen ganz schnell mal mit einer Umplanung unterwegs, wie zuvor schon berichtet.

    🙁 🙁 🙁 🙁 🙁

    Was sonst noch an Planungsfehlern auffiel und weitere Kosten verursacht:

    – Wegen der nicht verlegten Elektrik im der EG Decke muss die Decke aufgespitzt werden um in bestimmten Bereichen die Elektrik zu verlegen und Folgegewerke nicht zu behindern (hier: Terrassenabdichtung).
    – Die Zuluftrohre der Lüftung für das Wohnzimmer wurden falsch eingeplant und müssen verlegt werden, um Kondensatbildung zu vermeiden. Zusätzlich musste eine Deckenöffnung geschloßen und eine andere per Kernbohrung geöffnet werden.
    – Fehlendes Plandetail für Erkerflachdach wurde nur unter massivem Nachdruck der Zimmerei vom Werkplaner geliefert – und was, ja stimmt – hatte wieder Konstruktionsfehler in der Dämmebene, die der Fachbetrieb aber sauber gelöst hat — hier das LOB, die Kollegen wissen wie es geht.

    Wer sich jetzt fragt, wer das alles bezahlt ….HdH nicht – die haben sich zu den ganzen Zusatzkosten noch nicht einmal geäußert. Wir haben bis Dato ungeplante Mehrkosten von 37500 Euro, Tendenz steigend. Und die gesetzte Frist an HdH, ist abgelaufen – also entscheiden ab sofort die Gerichte.

    🙁 🙁 🙁 🙁 🙁

    Zwischenbilanz nach 8 Wochen Rohbauaktivitäten:
    DEKRA Vertrag wiederrufen — unabhängigen vereidigten Bausachverständigen verpflichtet, weil DEKRA nicht erschienen
    Elektriker Vertrag wiederrufen — Elektriker in Eigenleistung unter Vertrag genommen, weil Elektriker nicht erschienen
    Gerüstbauer Vertrag wiederrufen — Gerüstbauer in Eigenleistung unter Vertrag genommen, weil Gerüstbauer nicht erschienen
    Fensterbauer Vertrag wiederrufen — Fenster/ Rollladenbauer in Eigenleistung unter Vertrag genommen, weil blockiert wegen fehlender Konstruktionsdetails im HdH Werkplan
    Heizungsbauer Vertrag wiederrufen — wegen fehlerhafter Vertragsgestaltung HdH
    Stuckateur Vertrag wiederrufen – aber das ist wieder eine andere Geschichte…..

    Fortsetzung folgt.

    • Hallo Herr Zehnder,

      auch wir waren so blauäugig und haben auf Anraten unseres Architekten bei HdH unterschrieben (mittlerweile glaube ich ja, dass er mit HdH unter einer Decke steckt). Vertragsunterzeichnung war ende Juni. Bisher ist genau nichts passiert.

      Erst nach Druck meinerseits, wurde mir versprochen nach einem Werkplaner zu suchen.
      Laut einer Frau B. gäbe es aktuell keine freien Werkplaner, da teilweise noch Projekte von 2017 geplant werden müssten!!!

      Angeblich wurde einer gefunden, der sich nächste Woche bei mir melden sollte.
      Ich bin ja mal gespannt.

      Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich mit mir unter steffensaeubert@web.de in Verbindung setzen würden. Nach den ganzen Schilderungen sind wir am überlegen ob es nicht sinnvoller wäre auszusteigen…
      Besten Dank

      Grüße Steffen s.

  16. Hallo Liebe Leute,

    wir können diese negative Berichterstattung eines Herrn Zehnder und eines Herrn Bostrunic überhaupt nicht nachvollziehen, denn bei uns lief alles nach Plan.
    Selbstverständlich gibt es hier und da mal Verzögerungen aber das ist auf dem Bau normal.
    Wir haben zu einem unschlagbaren Preis Leistungsverhältnis ein qualitativ hochwertiges 2-Familienhaus erhalten und würden sofort wieder mit HDH bauen.

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