Erfahrungsbericht: Warum wir mit Haus der Handwerker e.V. bauen

Haus der Handwerker e.V.

In den vergangenen Monaten habe ich mich viel mit dem Thema Bauplatz auseinandergesetzt und euch Tipps für die Suche nach dem perfekten Grundstück für euer Traumhaus gegeben. Am Ende zahlt sich Geduld aus – und so haben auch wir nach über einem Jahr einen passenden Bauplatz gefunden. Nun ist es an der Zeit, sich mit dem Hausbau an sich zu beschäftigen.

Jeder von uns kennt die Horror-Stories von Familien, die beim Hausbau viel Geld verloren haben, weil der Bauträger gepfuscht hat oder kurz nach Baubeginn Insolvenz anmelden musste. Im Fernsehen und in Tageszeitungen wird stets prominent über solche Fälle berichtet, wodurch in der Bevölkerung der Eindruck entsteht, dass dies nicht die Ausnahme sondern die Regel ist. Wenn man danach geht, was man in den Weiten des Internets an Erfahrungsberichten zum Thema Hausbau findet, fragt man sich, wie überhaupt jemals ein Haus fertiggestellt werden konnte.

Das ist ein Bisschen wie mit der Leasing-Rückgabe: Die Minderheit, bei der irgendwas schief läuft, schreibt das ganze Internet mit negativen Erfahrungsberichten voll, um ihrem Ärger Luft zu machen. Die Mehrheit, bei der alles gut läuft, schweigt.

Mit wem soll ich bauen?

Wenn ihr ein Fertighaus bauen wollt, ist die Sache denkbar einfach, denn bei Fertighäusern ist WeberHaus die erste Wahl. Jeder in meinem Bekanntenkreis, der mit WeberHaus gebaut hat, war am Ende zufrieden. Zumindest mit dem Ablauf. Die Frage, ob ein Massivhaus nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre, stellte sich im Nachgang dann aber doch recht häufig.

Wir jedenfalls haben uns von Anfang an für massives Bauen entschieden – und da ist die Auswahl an Bauunternehmen schon deutlich größer. Nur wie findet man den richtigen Partner für’s Eigenheim?

  • geht nüchtern und mit gesundem Menschenverstand an die Sache ran.
  • lasst euch nicht von irgendwelchen wahnwitzig niedrigen Preisen ködern, denn insbesondere beim Hausbau gilt: Wer billig baut, baut zweimal.
  • wenn ein Anbieter euch gleich beim ersten Treffen dazu nötigt, irgendwas zu unterschreiben, steht auf und geht. Selbiges gilt, wenn ihr euch in irgendeiner anderen Form unter Druck gesetzt fühlt.
  • achtet darauf, dass ihr auf eure Fragen klare Antworten bekommt. Sobald der Verkäufer anfängt rumzueiern und schwammige Aussagen trifft, stimmt irgendwas nicht.
  • erkundigt euch in eurem Freundes- und Bekanntenkreis, ob jemand das Unternehmen kennt und sucht im Internet nach Erfahrungsberichten*.
  • hört auf euer Bauchgefühl. Beim Hausbau spielt das gegenseitige Vertrauen eine wichtige Rolle. Wenn ihr von Anfang an kein gutes Gefühl habt, lasst es.

*Erfahrungsberichte im Internet – vor allem in Foren – sind mit äußerster Vorsicht zu genießen. Teilweise werden diese von Wettbewerbern erstellt, teilweise von Bauherren, die ihrem Bauunternehmen einfach nur eine reinwürgen wollen, wegen einer Kleinigkeit. Im Regelfall unter dem Deckmantel der Anonymität. Wenn man dann zwischen den Zeilen liest, kommt man in 80 Prozent der Fälle zu dem Schluss, dass der Fehler gar nicht beim Unternehmen, sondern bei den Bauherren selbst lag. Das soll nicht heißen, dass es nicht auch berechtigte Kritik im Internet gibt, aber ihr solltet wissen, wie man solche Erfahrungsberichte interpretiert – und nicht allen Einträgen und Berichten blind vertrauen.

Pro-Tipp: Redet mit den Unternehmen offen über solche Dinge. Fragt nach, was sich hinter den Vorwürfen verbirgt. An den Reaktionen könnt ihr dann ganz schnell ablesen, wie viel Wahrheit in den Geschichten steckt.

Haus der Handwerker e.V.

Wir bauen mit Haus der Handwerker e.V.

Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte, haben wir uns letztendlich für den Bundesverband Haus der Handwerker e.V. (HDH) entschieden, auf den wir bereits Anfang 2016 über ein Angebot bei ImmobilienScout24 aufmerksam geworden waren. Nach dem ersten Kontakt per E-Mail, lud man uns ein, das Musterhaus in Mönsheim zu besichtigen und über unser Bauvorhaben zu sprechen.

Wir haben uns bei Haus der Handwerker von Anfang an wohlgefühlt. Wir wurden freundlich empfangen und durch das Musterhaus geführt. Im Anschluss erklärte uns der Vertriebsleiter das Konzept vom Bundesverband Haus der Handwerker e.V. (dazu später mehr) und bot uns an, eine kostenlose Kalkulation für unser Haus zu erstellen. Das war für uns der erste Beweis dafür, dass Haus der Handwerker seriös arbeitet: Wir mussten nichts unterschreiben und keine Zusagen machen – und dennoch bekamen wir wenige Tage später einen ersten Entwurf von einem Architekten samt Kostenkalkulation.

Dieser lag eine 90-seitige Bau- und Leistungsbeschreibung bei, in der alle Gewerke bis ins letzte Detail aufgeschlüsselt waren. Die Kosten für Extras (Faltwerktreppe, Wärmepumpe mit Außenaufstellung, Garage, etc.) waren übersichtlich in einer Anlage aufgeschlüsselt. Für dieses hohe Maß an Transparenz gab es den nächsten Pluspunkt.

Haus der Handwerker e.V.

Auch im zwischenmenschlichen Bereich passte alles: „Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass es beim Hausbau keine Probleme geben wird. Ich kann Ihnen nur versprechen, dass ich und der Bundesverband Haus der Handwerker e.V. uns um die Probleme kümmern werden.“ – das sagte uns der Vertriebsleiter bereits im ersten Gespräch. Diese Aussage war für uns wichtig, denn bei einem so großen Projekt mit so vielen beteiligten Personen kann nie alles auf Anhieb klappen. Den nächsten Pluspunkt gab es somit für Offenheit und Ehrlichkeit.

Bauen ohne Bauträgerrisiko mit Haus der Handwerker e.V.

Wer ganz klassisch mit einem Bauträger oder Generalunternehmer baut, legt sein Glück in die Hände eines Unternehmens. Alle Zahlungen gehen direkt an den Bauträger, der die Handwerker beauftragt, koordiniert und bezahlt. Viele Leistungen müssen aber bereits bezahlt werden, bevor sie erbracht werden. Kommt der Bauträger in unvorhergesehene finanzielle Schwierigkeiten und muss Insolvenz anmelden, ist das zu viel bezahlte Geld meist verloren und die Baustelle steht still. Meist kann das Bauprojekt dann nur noch mit einem erheblichen finanziellen Mehraufwand weitergeführt werden. Wer mehr darüber erfahren möchte, sollte einen Blick auf diesen Artikel aus der FAZ werfen.

Beim Bundesverband Haus der Handwerker e.V. handelt es sich dagegen um einen Verein – bestehend aus über 70 Meister- und Fachhandwerksbetrieben, Architekten- und Ingenieurbüros. Die Werkverträge mit den Handwerkern in diesem Verbund vermittelt HDH direkt an den Bauherren. Das bedeutet, dass man jedes Gewerk direkt an den jeweiligen Handwerker bezahlt, sobald die Leistung erbracht und diese von einem unabhängigen Bauleiter sowie einem DEKRA-Sachverständigen abgenommen wurde.

Haus der Handwerker e.V.

Vom Haus der Handwerker e.V. bekommt man als Bauherr vorab eine Festpreisgarantie für sein Bauvorhaben sowie eine detaillierte Übersicht, welche Kosten bei welchen Gewerken anfallen. 10% Vertragserfüllungsbürgschaft und 5% Gewährleistungsbürgschaft gehören ebenso zum Standard wie der DEKRA-Gutachter. Detaillierte Infos zum HDH-Konzept findet ihr hier und hier.

Im Endeffekt hat uns das Gesamtpaket überzeugt: Nette, kompetente Ansprechpartner, gute Beratung, ein durchdachtes Konzept sowie ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nach der Vertragsunterzeichnung hat der Architekt das Baugesuch innerhalb kürzester Zeit erstellt und eingereicht. Im Anschluss wurde das Grundstück vermessen und das Bodengutachten erstellt. Derzeit läuft die Werkplanung.

Im nächsten Schritt folgen Statik, die Ausschreibungen für die Werkverträge sowie die Bemusterung. Mehr dazu erfahrt ihr hier in Kürze!

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

13 Kommentare

  1. Lieber Herr Feil,
    Ihr Artikel ist gut geschrieben. Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu. Auch wir haben bei Haus der Handwerker unterschrieben. Auch wir haben uns im Vorfeld lange mit den Thema auseinandergesetzt. Ich bilde mir sogar ein, da es mein 2. Haus ist welches ich baue, mit meiner Erfahrung und einem Bauingenieur in der Familie gut gerüstet gewesen zu sein. Wir sind schon ein paar Schritte weiter… alle Ihre Punkte in Ihrem Artikel sind theoretisch richtig, leider sieht die Realität dann doch etwas anders aus.
    Was nach Vertragsunterschrift tatsächlich passiert, ist im Prospekt nicht dargestellt. Zu einigen Punkten die sehr positiv erscheinen, kenne ich inzwischen die Realität und den wahren Hintergrund, weshalb solche „Check-Points“ Teil des Ablaufs sind. Gutachter, Dekra und all die schönen Dinge, die Ihnen das Gefühl der Sicherheit vermitteln, dienen tatsächlich einem anderen Grund, vor allem dann wenn sich der „HdH“ verkalkuliert hat und den „Festpreis“ nicht halten kann. Wer sich dann darüber beschwert, wird aufs Abstellgleis geschoben und man wird sozusagen ausgehungert – keine Rückmeldung, niemand erreichbar, keine Rückrufe, keine Transparenz – leere Versprechungen am laufenden Band. Diese Firma spielt mit der Existenz von Familien und Menschen die in gutem Glauben Ihren Traum verwirklichen wollen. Wir haben vor über einem Jahr unterschrieben und wir warten noch immer auf die uns geschuldete Servicedienstleistung, die Handwerkerverträge. Unser Bauleiter ist nicht in der Lage, den Bauablaufplan zu erstellen. Über mehrmalige Umplanungen des Objekts ganz zu schweigen. Tja, so siehts hinter dem Prosept aus. Wie das genau funktioniert kann ich Ihnen gerne persönlich erzählen…Anonymität brauche ich nicht – ich kenne die Fakten und bin auch gerne bereit darüber zu sprechen. Das ist ein Angebot für all diejenigen, die es interessiert, bevor sie das Wagnis eingehen.

    • Lieber Herr Zehnder,

      danke für Ihr Feedback. Ich kann bislang nichts Negatives berichten, schauen wir mal, wie es weitergeht! Ich hoffe, Sie können das alles klären mit HDH!

      • Hallo, mich würde gerne der Stand der dinge intressieren…. würde mich sehr freuen über weitere Erfahrungsberichte…

          • Das ist schoen fuer Sie ! Darf ich fragen, wann sie den Werkvertrag unterschrieben haben und wer den Rohbau macht ? Ich habe meinen Werkvertrag am 6. Dezember 2017 unterschrieben, Fa. Scheuffele aus Bietigheim. Laut HDH ist Baubeginn 4 Wochen danach…ich warte immer noch und habe inzwischen das Ausheben der Baugrube, die innere Erschließung des Grundstücks in Eigenregie in Auftrag gegeben und abgeschlossen. Schlechtwetter oder zu kalt ist nur eine Ausrede….Angeblich beginnen meine Rohbauarbeiten in der KW13, was Ende März ist. Ich kenne auch schon die naechste Ausrede…dann ist Ostern usw. Leider habe ich noch kein endgültige Bestätigung des Termins, offensichtlich sind sie da schon weiter. Auch habe ich keine Bestätigung, dass alle notwendigen Baumaterialien zur Verfügung stehen, z.B. Hebe-Anlage fuer das Abwasser, weil es noch keinen Werkvertrag Sanitaer gibt. Moeglicherweise muss ich hier auch selbst tasting werden. Ich berichte weiter….😟

    • Sehr geehrter Herr Zehnder,

      es tut uns leid, dass Sie mit dem bisherigen Ablauf Ihres Bauprojekts mit dem Bundesverband Haus der Handwerker e.V. nicht zufrieden sind. Wir haben Ihre Kritik zur Kenntnis genommen und den Fall intern nachvollzogen. Grundsätzlich klären wir solche Dinge mit unseren Bauherren direkt und beteiligen uns nicht an Diskussionen in Blogs und Foren. Ausnahmsweise werden wir zu den von Ihnen geäußerten Kritikpunkten nun aber auch einmalig öffentlich Stellung nehmen.

      Sie schreiben: „Gutachter, Dekra und all die schönen Dinge, die Ihnen das Gefühl der Sicherheit vermitteln, dienen tatsächlich einem anderen Grund, vor allem dann wenn sich der „HdH“ verkalkuliert hat und den „Festpreis“ nicht halten kann.“ —> Richtig ist, dass ein neutrales Ingenieur- und Bausachverständigenbüro jede Werkplanung vor der finalen Freigabe prüft, da wir großen Wert auf Planungssicherheit für alle Beteiligten legen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass alle gängigen Güte- und Qualitätsstandards eingehalten werden und einem reibungslosen Ablauf nach Baubeginn nichts im Weg steht. Uns ist nicht bekannt, dass dieses Gutachten Einfluss auf den auf Basis unser Bau- und Leistungsbeschreibung kalkulierten Festpreis Ihres Bauvorhabens hatte.

      Sie schreiben: „Wer sich dann darüber beschwert, wird aufs Abstellgleis geschoben und man wird sozusagen ausgehungert – keine Rückmeldung, niemand erreichbar, keine Rückrufe, keine Transparenz“ —> Sie standen in den vergangenen Wochen regelmäßig mit unserer Koordinationsabteilung und der Geschäftsführung in Kontakt. Telefonisch sowie per Mail – und das auch an Wochenenden. Von daher können wir diesen Kritikpunkt leider nicht nachvollziehen.

      Sie schreiben: „Wir haben vor über einem Jahr unterschrieben und wir warten noch immer auf die uns geschuldete Servicedienstleistung, die Handwerkerverträge.“ und „Ich habe meinen Werkvertrag am 6. Dezember 2017 unterschrieben, Fa. Scheuffele aus Bietigheim. Laut HDH ist Baubeginn 4 Wochen danach…ich warte immer noch und habe inzwischen das Ausheben der Baugrube, die innere Erschließung des Grundstücks in Eigenregie in Auftrag gegeben und abgeschlossen. Schlechtwetter oder zu kalt ist nur eine Ausrede…“ —> Auf Ihrem Grundstück waren laut Baugrundgutachten diverse Vorarbeiten notwendig, die Sie nach Rücksprache mit uns selbst durchführen wollten. Diese waren zu keinem Zeitpunkt Gegenstand des Vertrages mit dem Bundesverband Haus der Handwerker e.V.. Dass der Rohbauer erst im März anfangen wird, haben wir Ihnen ebenfalls bereits bei der Unterzeichnung des Werkvertrags im Dezember mitgeteilt. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass es im Februar zum Teil -15 Grad haben wird. Aus diesem Grund konnte der Rohbauer einen anderen Auftrag nicht wie geplant fertigstellen, woraus sich eine kleinere Verzögerung ergibt. Unsere Handwerker richten sich nach den gängigen Qualitäts- und Gütekriterien, die es nicht zulassen, Rohbauarbeiten bei -15 Grad Außentemperatur durchzuführen.

      Wir hoffen, dass damit alle Unklarheiten beseitigt sind und freuen uns auf das gemeinsame Bauprojekt mit Ihnen, das nun in KW13 beginnt. Sollte es zu irgendwelchen Problemen kommen, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!

      Ihr HDH-Team

  2. Hallo Zusammen,

    inzwischen ist wieder reichlich Zeit in Land gegangen. Zeit für einen Update was passiert ist und was nicht passiert ist.

    Fortsetzung folgt in Kürze.

  3. Als wir im Januar 2017 mit HdH in Kontakt kamen, unser Berater war Herr Heintz, der für uns immer kompetenten Ansprechpartner war, und sich auch im Laufe des gesamten Projekts immer wieder für unsere Belange einsetzte, möchte ich vorab ein Lob aussprechen.
    Um einen Eindruck unseres Projekts zu bekommen, und um zu verstehen, was wir bei HdH beauftragt haben, möchte ich gerne einige Dinge vorweg beschreiben. wir haben ein Creativ-Haus beauftragt, frei geplant, jedoch schon von Beginn an mit folgenden wesentlichen Anpassungen gegenüber der Standard-Baubeschreibung: Wandstärke 17,5 cm Kalksandstein und eine Passivhausdänmmung aus PU-Schaum, WLG 022 oder 024. Warum schreibe ich das – es hat estwas mit der Werkplanung zu tun, aber darauf kommen wir später zu sprechen.
    Ich möchte auch vorausschicken, dass unser Haus auf einem nicht ganz einfachen Grundstück zu realisieren ist. Nach einem langwierigen Genehmigungsverfahren wurde uns am 24.07.2017 die Baugenehmigung erteilt. Die Werkplanung begann Ende Mai 2017, als die Baugenehmigung absehbar war.
    Von da an nahmen die Dinge einen ungewöhnlichen Verlauf, bis heute – Fortsetzung folgt.

  4. Endlich geht es los – enthusiastisch, die bürokratischen Hürden genommen zu haben, wurde uns ein Werkplaner zugeteilt. Erster Kontakt 13.05.2017, erstes Treffen am 20.05.2018. Das Ergebnis dieses Treffens habe ich noch am selben Tag in einem Protokol an HdH zusammengefasst., welches unten angefügt ist. Ernüchterung pur – um nicht zu sagen: eine bodenlose Frechheit einer einzelnen Person !

    Protokoll vom 20.05.2017 – erste Besprechung mit Werkplaner.
    Sehr geehrte Herren,
     heute hatte ich das erste Gespräch mit Herrn R. im Musterhaus in Mönsheim.
    In unserem ca. 3 Stunden dauernden Gespräch habe ich Herrn R. als engagierten Architekten und Planer kennen gelernt.
     
    Um es kurz zu machen – was mir an Plänen und Planänderungen vorgelegt wurde, ist inakzeptabel !
     
    Die von unserem Architekten eingeplante Hauff Mehrsparteneinführung (Bodeneinführung) soll einer 2×1 großen und 1 Meter tiefen Grube weichen, wo ursprünglich der Abstellraum und der Aufstellplatz für Waschmaschine und Wäschetrockner vorgesehen war.
    Die Bodeneinführung soll durch eine Wandeinführung in dieser Grube ersetzt werden.
    Waschmaschine und Trocker sind in den Technikraum ausserhalb des Hauses verlegt .
     
    Ebenso wurden ohne Rücksprache die Rohbaumaße geändert um eine Standarddämmung der WLG035 einzuplanen. Dies führt zu Wandstärken von 36,5cm gegenüber den geplanten 29,5cm, was zu einem Verlust von weiteren 14 – 15 cm im lichten Maß der Innenräume führt.
     
    Die Alternativen, die wir heute besprochen haben, sind für uns ebenfalls nicht akzeptabel:
     
    – Verlegung Abwasser Hebeanlage/ oder RST ausserhalb des Gebäudes
    – Verlegung der Mehrsparteneinführung in den Technikraum (ebenfalls über eine Grube mit Wandeinführung)
    – keine Alternative zum beauftragten Wärmedämmverbundsystem der WLG022 oder WLG025
     
    Als weitere Planänderungen wurden vorgetragen, auf die ich nicht weiter eingegangen bin:
     
    — Infragestellung der Notwenigkeit der Flachdächer auf den Erkern
    — Auf Erkern einen Zwerchgibel oder größere Dachüberstande einplanen
    — Verlegung der Einschubtreppe vom Arbeitszimmern in den Gang
    — Teilweiser Entfall der OG Decke zum Dachgeschoß mit offenen Dachgiebeln
    — Unterschiedliche Türbreiten im Schalfzimmer zum Gang (88,5) und Badezimmer (76)
    — Alternativ dazu Verlegung der Badezimmertüre zum Gang
     
    Alle Themen wurden unter dem Vorwand „komplexe Planung und Umsetzung“ und „nicht Stand der Technik“ vorgetragen. Das wurde jedoch weder begründet vorgetragen, noch nachvollziehbar dargestellt.
    Insbesondere die Mehrsparte von Hauff wird expliziet für Gebäude ohne Keller in unterschiedlichen Ausführungen angeboten.
     
    Daher stelle ich mir die Frage, ob unser Projekt auf dem richtigen Weg ist ?
    Zudem hatte mir Herr R. eröffnet, dass er ab dem 03.06 – 11.06. in Urlaub sein wird.
     
    Nach Abschluß der Planungen mit unserem Architekten, dem wir hierfür sehr dankbar sind, besteht kein Bedarf von „weiteren“ Verbesserungen. Ich habe auch auf die Relevanz der Punkte in Bezug auf die Stadt Ditzingen hingewiesen.
     
    Wir sind nun in der Erwartung, das die in der Genehmigungsplanung entstandenen Grundrisse und deren Infrastruktur zügig in einen Werkplan eingearbeitet werden. Die von Herrn R. bis zu seinem Urlaubsantritt zugesagten Werkpläne zur zweiten Durchsicht, werden wir nicht akzeptieren, solange die o.g. Punkte nicht mit der Genehmigungsplanung in Übereinstimmung sind.
     
    Ich möchte alle Beteiltigten daher bitten, sich abzustimmen, ob das Bauprojekt wie in der Genehmigungsplanung vorgesehen, geplant und auch so beauftragt, durch HDH durchgeführt werden kann. Darf ich Sie hierzu um eine verbindliche Stellungnahme in den nächsten Tagen bitten.
     
    In Erwartung Ihrer geschätzten Stellungnahme verbleibe ich
    Mit freundlichen Grüßen

    Das Ganze gipfelte nun im einem Fachstreit zwischen Architekt und Werkplaner, der außer Verzögerungen, und diese gehen immer auf Kosten der Bauherrschaft, ausgetragen wurde. Daraufhin sahen wir uns gezwungen erneut zu reagieren und haben folgende E-Mail an HdH verschickt:

    Sehr geehrter Damen und Herren,
     
    ich bitte höflichst um die sofortige Entbindung von Herrn R. von seinen Aufgaben !
     
    Offensichtlich ist dieser nicht gewillt, den Vorgaben von HDH zu folgen und widerspricht in seiner E-mail vom 23. May 2017, at 14:41 erneut den uns gegenüber durch unseren Architekten vorgetragenen Punkte……., und von uns auch so genehmigt wurde.
     
    Mit freundlichen Grüßen

    Fazit

    Erste Regel für uns – baue niemals mit unterschiedlichen Akteuren in der Planung.
    Lessons learned: Architekt = Werkplaner.

    Zweite Regel: suche dir deine Akteure selbst aus.
    Der uns zugeteilte Werkplaner, blieb „unser“ Werkplaner auf Gedeih und Verderb !
    Ein Beitrag von HdH – trotz dass wir diesem Herren abgelehnt hatten. Mit weitreichenden Folgen.

    Fortsetzung folgt.

  5. Wie gings weiter ?

    Den Werkplanungsprozess beschreibe ich jetzt nicht im Detail, nur soviel, nach ca 5 geänderten Planungsvarianten, die immer wieder überarbeitet werden mussten, da sich der Planer immer wieder zu Änderungen berufen fühlte, die mit uns nicht abgesprochen wurden, und dann wieder rückgängig gemacht werden mussten: Beispiel Deckenbeleuchtung – Einbauspots die in die Betondecke integriert werden sollten. Trotz einer von uns durch eine Lichtsimulation erarbeitet und vorgegebene Positionierung wurden diese immer wieder anders in die Pläne eingezeichnet. Warum eigentlich ?
    Dann nach langen 12 Wochen wurden uns am 17.08.2017 die Vorabzüge zur letzten Kontrolle vorgelegt, die dann an den “Sachverständigen” zur Freigabe geschickt werden sollten. (Hinweis: der Begriff Sachverständiger ist kein geschützer Begriff, es sei den es handelt sich um vereidigte Sachverständige des Baugewerbes) Es waren noch marginale Änderungen zu erledigen. Am 21.08.2017 erhielten wir die Nachricht, die Pläne werden zur Prüfungund Freigabe weitergereicht.

    MAIL
    Guten Morgen Herr Zehnder,
     die Änderungen sind übernommen, bezüglich der Freigabe werde ich heute mit dem Prüfer sprechen.
     
    Grüße, R

    Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Sommerurlaub, freuten uns endlich auf die freie Zeit mit der Familie und dachten an andere Dinge als das was dann am 22.08.2017 passierte:

    Guten Morgen Herr Zehnder,
     bezüglich des Ergebnisses der Werkplanung, muss leider eine Umplanung erfolgen.
    Grundlage dafür ist die E-Mail vom 22.08.17 der Prüfung, welche an Sie weitergeleitet ist.
    Bitte rufen Sie mich zurück.
     
    Grüße R

    MAIL des Gutachters

    Sehr geehrter Herr R,
     die Verbindung zwischen Technikraum und Gebäude ist als problematisch zu bezeichnen.
    Die Leitungen müssen druckwasserdicht (mäßige Belastung durch drückendes Wasser nach DIN 18533) aus dem Technikraum heraus und in das Gebäude eingeführt werden.
    Die Leitungen müssen zudem beweglich ausgeführt werden, da sich die beiden Gebäude unterschiedlich setzen werden.
    Zudem müssen die Leitungen im Erdreich gedämmt werden.
    Die Kombination der Anforderungen ist technisch nicht fachgerecht umsetzbar und birgt eine große Gefahr einer späteren Haftungsinanspruchnahme bei Schäden für alle Beteiligten.
    Selbst eine Einverständniserklärung und Haftungsfreistellung durch die Bauherren halte ich für bedenklich und im Schadensfall rechtlich kaum haltbar.
    Der Technikraum soll in das Gebäude integriert werden.
    Möglich wäre ein direkter Anbau des Raumes an das Gebäude, um den Kanal zu vermeiden.
    Bitte klären Sie das mit den Bauherren.
    Gern können die Bauherren auch mich direkt dazu anrufen, wenn es Fragen gibt.
     Mit besten Grüßen

    3 Monate Werkplanung mit dem Ergebnis, dass für das Haus die Haustechnik wie in der Genehmigungsplanung und in allen Vorgesprächen als machbar bezeichnet, nicht realisiert werden kann ???
    In diversen Gesprächen die danach mit HdH -Experten und auch Bauingenieuren außerhalb von HdH geführt wurden, wurde mir mitgeteilt, dass das Anbinden kein technisches Problem darstellt, sondern ein finanzielles…..d.h. Die örtlichen Gegebenheiten wurden bei der Planung und Angebotsabgabe durch HdH nicht beachtet (Bodengutachten lag bei Vertragsabschluß bereits vor und wurde mit den Vertragsunterlagen an HdH übergeben !!!), was nun zu einer Kostensteigerung von ca. 10000 Euro, die vom Festpreis nicht gedeckt waren, führte.

    Danach trat Funkstille ein, wie in meinem allerersten Kommentar beschrieben – warum, siehe unten:

    Sehr geehrter Herr K.,

    HDH ist der Vermittler der Dienstleistung in meinem Namen, da ich Ihr Honorar bezahle und in Rechnung gestellt bekomme.

    Somit habe ich auch unmittelbar Anspruch auf alle Arbeitsergebnisse.

    Daher darf ich nochmals bitten, mir diese zukommen zu lassen. Falls notwendig, lassen Sie sich bitte die Freigabe erteilen.

    Mit freundlichen Grüßen 
    Rolf Zehnder

    Sent from my iPhone

    xxxxx> wrote:
    Mein Auftraggeber ist die Firma HdH. Ich bin nicht berechtigt Unterlagen an Sie weiter zu leiten oder auftragsrelevante Fragen zu beantworten. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Anliegen an die Firma HdH.
    Danke für Ihr Verständnis.
    Gesendet von meinem Windows 10 Phone

    Mit besten Grüßen

    Fazit

    Dritte Regel für uns – bestehe bei der Werkplanung auf regelmäßige persönliche Abstimmungsgespräche und lasse dich nicht auf Ausreden ein, warum das nicht notwendig ist – es geht um unser/ Euer HAUS und nicht um das Haus eines Planers oder Architekten.

    Vierte Regel: Vertraue keinem Experten oder Gutachter, der nicht das Siegel “Vereidigter Bausachverständiger” trägt und / oder Geschäftsbeziehungen zum Vermittler oder Bauträger o.ä. unterhält – Neutralität ist das A&O.

    Fortsetzung folgt.

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