Urlaub auf Bali: Sicher Taxi fahren, Abzocke vermeiden

Tanah Lot Tempel - Sonnenuntergang

Bali ist eine wunderschöne Insel, die es sich zu erkunden lohnt. Das kann man auf zwei Arten machen: entweder man lässt sich auf den chaotischen Verkehr ein und mietet sich ein Auto oder einen Roller, oder aber man schont seine Nerven und greift zum Taxi (für kürzere Strecken) beziehungsweise mietet sich ein Auto samt Fahrer (für längere Ausflüge). Ein öffentlicher Nahverkehr wie in Deutschland existiert auf Bali in dieser Form nicht.

Mit dem Taxi zu fahren ist auf Bali sehr günstig. Für eine Strecke von 10 Kilometern bezahlt man gerade einmal vier bis fünf Euro – je nach Verkehrslage auch mal zwei Euro mehr oder weniger (gerade in den Abendstunden muss man auf bestimmten Strecken die doppelte bis dreifache Fahrzeit einkalkulieren). Sicherheitsbedenken sind hier fehl am Platze. Die Balinesen sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen, die allesamt in irgendeiner Form vom Tourismus leben. Dementsprechend muss man keine Angst haben, ausgeraubt zu werden, wenn man in das falsche Taxi steigt. Auch hat man uns immer zum vereinbarten Zielort gebracht und nicht wie beispielsweise in Ägypten noch einen Abstecher zum Kiosk des Cousins unternommen.

Reisfelder auf Bali

Straßenverkehr auf Bali

Straßenverkehr auf Bali

Taxis von BlueBird sind die beste Wahl

Ich für meinen Teil würde dennoch jedem dazu raten, ausschließlich auf Taxis von BlueBird zurückzugreifen. Diese gibt es auf Bali wie Sand am Meer – vor allem im touristischen Süden, also rund um Kuta/Denpasar – und sie sind aufgrund ihrer Farbe und des Logos leicht zu erkennen. Zudem gibt es eine BlueBird-App für’s Smartphone, mit der sich Fake-BlueBird-Taxis vermeiden lassen (danke @hardeyes für den Hinweis). Die Fahrer sind freundlich, hilfsbereit und sprechen in der Regel Englisch. Zudem sind sie an die Standard-Preise des Unternehmens gebunden. Man bezahlt immer denselben Preis, außer man handelt mit dem Fahrer einen Festpreis aus. Wir haben aber immer auf das Taxameter bestanden, da man so auf Nummer sicher geht.

Bluebird Taxi auf Bali

Ganz wichtig: wenn ihr euch mit dem Taxi zu einer Sehenswürdigkeit fahren lasst und der Taxifahrer fragt, ob er warten oder euch begleiten soll, nehmt das Angebot an. Das ist auf Bali ganz normal. Erstens kostet das nur ein paar Euro, zweitens können euch die Fahrer etwas über die Sehenswürdigkeiten (in der Regel Tempel) erzählen und drittens geht es euch dann nicht wie uns.

Den Taxifahrer warten lassen oder als Guide mitnehmen

Einer der ersten Tempel, den wir uns auf Bali angeschaut haben, war der Wassertempel Tanah Lot. Unglaublich schön und beeindruckend – vor allem wenn man sich die Zeit nimmt und sich fernab vom Trubel den Sonnenuntergang auf dem Felsen unterhalb des Golfplatzes anschaut. Da wir die Spielregeln zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten, haben wir unseren Taxifahrer damals nicht warten lassen. An einem Ort, wo es so viele Touristen gibt, muss es ja auch immer Taxis geben. Diese Einschätzung erwies sich als falsch.

Als wir in Tanah Lot am Nachmittag ankamen, standen dort in etwa einhundert Taxis. Als wir gegen 18:30 Uhr zurück auf den Vorplatz des Tempels kamen, waren alle verschwunden – denn alle hatten auf ihre jeweiligen Fahrgäste gewartet. Blöde Situation, vor allem da es inzwischen schon dunkel war. Nachdem wir eine Weile umhergeirrt waren, fanden wir schließlich einen Shuttle-Service. Dort bot uns ein extrem unfreundlicher Mann an, uns für eine Pauschale zurück ins Hotel zu fahren. Die Pauschale war fast doppelt so hoch, wie der Betrag, den wir für die Hinfahrt bezahlt hatten.

Tanah Lot Tempel - Sonnenuntergang

Tanah Lot Tempel - Sonnenuntergang

Tanah Lot Tempel - Sonnenuntergang

Absprachen zwischen Taxifahrern und lokalen Anbietern

Zunächst lehnten wir ab und gingen weg, mussten aber kurze Zeit später feststellen, dass an diesem Abend schlichtweg kein freies Taxi mehr nach Tanah Lot kommen wird. Warum? Weil es unter den Fahrern Absprachen gibt – das erfuhren wir aber erst einige Tage danach.

Schlussendlich konnten wir den Preis zwar noch etwas drücken, lagen aber dennoch deutlich über dem Niveau der BlueBird-Taxis. Das war ärgerlich, aber kein Drama, da wir für eine Strecke von 40 Kilomtern eben statt 20 Euro knapp 32 Euro bezahlen mussten. Was ich damit sagen will: wenn man in Bali Pech hat und dann eben doch mal über’s Ohr gehauen wird, hält sich der Schaden für deutsche Verhältnisse in Grenzen.

Tanah Lot Tempel - Sonnenuntergang

Taxis würde ich euch dennoch in erster Linie für kleinere Distanzen ans Herz legen, da man für eine Pauschale von 35 Euro pro Tag ein Auto mit Fahrer bekommt, der euch überall hinbringt. Doch dazu in einem anderen Artikel mehr! 😉

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

2 Kommentare

  1. Pingback: Zu Gast im Amarterra Villas Bali Nusa Dua – MGallery Collection › Franks Blog

  2. Danke für den Blog zu diesem Thema! Meine Tochter ist auch bald in Bali und ich hab ihr den Blog empfohlen. Ich finde es schon so schwer auch bei uns einen vertrauenwürdigen Taxianbieter zufinden. Da mein Mann geschäftlich oft mit dem Taxi unterwegs ist haben wir uns da auch oft rumprobiert.

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