Die Probleme des Einzelhandels, Mister Spex und eine Ray-Ban Tech-Sonnenbrille

Mister Spex

Meine gute alte Ray-Ban Pilotenbrille hat mir lange Jahre gute Dienste geleistet – aber leider die Rückreise von Mallorca Anfang Juli nicht überlebt. Bei einer Sonnenbrille reicht ja bekanntlich schon ein kleiner Kratzer aus, um die Schutzfunktion zunichte zu machen, ja sogar ins Gegenteil zu verkehren. Folglich musste eine neuen Sonnenbrille her.

Da es bei uns gleich drei Optiker in der näheren Umgebung gibt, machte ich mich also eines Nachmittags auf den Weg, um einen Nachfolger für meine Ray-Ban zu finden. Was ich dabei erlebte, verdeutlicht einmal mehr, warum der stationäre Einzelhandel immer tiefer in die Krise rutscht und immer mehr Leute, online einkaufen.

Optiker 1: hier beschränkte sich die Auswahl der Ray-Ban-Sonnenbrillen leider auf ein Minimum. Gerade mal sieben oder acht Modelle standen zur Auswahl. Vom Personal fühlte sich auch niemand zuständig. Gut, dann also nicht.

Optiker 2: die Filiale einer bekannten Kette. Hier war die Auswahl zwar schon deutlich größer, aber dafür hatten die Verantwortlichen die Entscheidung getroffen, die Sonnenbrillen so zu sichern, dass man sie ohne Personal nicht aus dem Regal nehmen kann. Dumm nur, dass im ganzen Laden nur eine Frau war, die sich in einer längeren Diskussion mit einem älteren Ehepaar befand, während schon drei weitere Kunden warteten. Eine halbe Stunde anstehen für eine Sonnebrille? Nein danke.

Optiker 3: wieder ein kleinerer Optiker, der zu keiner Kette gehört. Freundliches Personal. Große Auswahl. Schnell war die passende Sonnenbrille (ohne Hilfe beziehungsweise Beratung seitens des Personals) gefunden. Dann der Blick auf das Preisschild: 240 Euro. Puh. Kann diese Sonnenbrille wirklich so teuer sein? Google verrät mir: die Preisspanne im Internet liegt für dieses Modell bei 153 Euro bis 216 Euro.

Man kann nun vortrefflich darüber streiten, ob die Kosten für Miete und Personal einen Preisaufschlag von bis zu 80 Euro rechtfertigen. Zumindest ich für meinen Teil bin aber nicht bereit, bei einer Sonnenbrille, die ich nur aus dem Regal nehme und zur Kasse trage, einen solchen Mehrpreis zu bezahlen.

Anders sieht es bei „richtigen“ Brillen aus, bei denen sich der Optiker fast eine halbe Stunde Zeit für mich nimmt, die Sehstärke misst und mich ausführlich berät.

Mister Spex

Am Ende habe ich die Ray-Ban Tech dann bei Mister Spex bestellt, da mir mehrere Leute bei Twitter von ihren positiven Erfahrungen mit dem Anbieter berichtet hatten. Und tatsächlich: gigantische Auswahl (es gibt jedes Modell in allen verfügbaren Farbvarianten), virtuelle Anprobe, und alle Informationen die man braucht auf einen Blick.

Das war an einem Sonntag. Montags folgte die Versandbestätigung samt Trackingcode. Am Dienstag kam das Paket an. Amazon hätte es nicht besser machen können.

Zur Sonnenbrille selbst möchte ich an dieser Stelle gar nicht viel sagen, da gerade Pilotenbrillen immer Geschmackssache sind. Nur so viel: wenn ihr die Wahl habt, nehmt eine Sonnenbrille mit polarisierten Gläsern! Warum? Deshalb:

Sonnenbrille mit Polfilter

Und nein, das ist nicht nur ein Werbeversprechen sondern funktioniert tatsächlich 😉

Infografik via Mister Spex

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

3 Kommentare

  1. Moin Frank,

    ich weiss nicht, ob du dich in Heidelberg versucht hast, oder in der alten Heimat Pforzheim. Falls in PF komm gern mal bei uns im Glasshouse vorbei.. Ist recht neu. Wir haben den größten Teil der Ray Ban Linie da zum UVP und nicht höher kalkuliert 😉

    Grüße Kay

  2. Hab meine Sonnenbrille von prada auch in pf gekauft – hatten eine superauswahl dort, auch von Ray ban… Optiker ist wohl bekannt – am Waisenhausplatz.

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