Kostenlose Kleinanzeigen vs. eBay und den Amazon Marketplace – ein Erfahrungsbericht

Erst in der vergangenen Woche habe ich hier einen Artikel veröffentlicht, der sich mit dem Thema Betrug bei Anbietern von kostenlosen Kleinanzeigen (QUOKA, eBay Kleinanzeigen, uvm.) auseinandersetze. Ganz unabhängig davon, gibt es heute einen kleinen Erfahrungsbericht zu den einzelnen Plattformen, bei dem es vor allem um die Frage geht, welche Plattform sich für den Verkauf bestimmter Produkte am Besten eignet.

Ich habe in den vergangenen Monaten verschiedene Produkte auf den verschiedenen Plattformen verkauft und bin zu der Überzeugung gelangt, das sich die kostenlosen Kleinanzeigen vor allem dann eignen, wenn man irgendwelchen Ramsch loswerden möchte, bei dem es sich nicht lohnt, auch noch Verkaufsgebühren zu bezahlen: alte Möbel, Haushaltsgeräte, Spielzeug und andere geringwertige Güter. Genau damit spricht man nämlich auch potentielle Käufer an, die sich auf diesen Plattformen bewegen. Stichwort: Schnäppchenjäger.

Ganz anders sieht es aber aus, wenn man hochpreisige Produkte, vor allem Technik, verkaufen möchte. So braucht man sich etwa auf QUOKA nicht zu wundern, wenn man ein knapp ein Jahr altes MacBook Air (Neupreis: 1.700 Euro) für 1.000 Euro anbietet und dann E-Mails bekommt in denen steht: „Bezahle Ihnen 450 €“. Bei den eBay Kleinanzeigen sieht es nicht anders aus. Käufer die den Preis sofort akzeptieren, wollen das Gerät in der Regel nach Timbuktu geliefert bekommen. Stichwort: Betrug – siehe oben.

Bleibt die Frage, ob eBay oder Amazon Marketplace. Der entscheidende Unterschied: bei eBay ist die Verkaufsprovision bei 45 € gedeckelt, beim Amazon Marketplace sind es stets 10 Prozent bzw. 15 Prozent vom Verkaufspreis. Allerdings kann ich beim Amazon Marketplace meinen Wunschpreis vorgeben und Gebühren werden nur fällig, wenn das Produkt auch verkauft wurde. Bei einer regulären eBay-Auktion, kann es immer mal vorkommen, dass der gewünschte Preis weit unterschritten wird.

Aus persönlicher Erfahrung würde ich dazu tendieren, neuere Produkte (weniger als ein Jahr alt) bei Amazon einzustellen, während alles andere bei eBay besser aufgehoben ist. Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht auch bei eBay mal Glück, oder bei Amazon Pech haben kann.

Diejenigen unter euch, die auf Sicherheit allergrößten Wert legen, sind bei Amazon am besten untergebracht. Und jetzt seid ihr dran: was für Erfahrungen habt ihr bislang mit den verschiedenen Plattformen gemacht?

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

3 Kommentare

  1. Pingback: Frank Feil

  2. Ich habe eBay inzwischen als Verkäufer komplett den Rücken gekehrt. Bei Amazon Marketplace fühle ich mich als Verkäufer am besten aufgehoben.

  3. Ich habe auch bei eBay-Kleinanzeigen und Quoka oft Technik gekauft. Der Verkauf geht über eBay besser weil die Reichweite viel höher ist. Schwer bewegliche Güter (Boote, Möbel usw.) gehen über die ebay Kleinanzeigen besser weil man sehr gut regional filtern kann. Amazon wird von mir komplett geschnitten weil das ein echter Ausbeuterkonzern ist der in Deutschland keine Steuern zahlt, aber eBay zahlt ja auch keinen Cent an das deutsche Finanzamt…

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