Vier Jahre mit der Jura Impressa J5

Jura Impressa J5

Ich war schon während meiner Schulzeit ein großer Kaffee-Fan -und das obwohl der Kaffee für 0,50 € aus dem Automaten in der Schule nicht gerade der Hit war. Dann kam das Studium, die erste eigene Wohnung und natürlich durfte da auch eine Kaffeemaschine nicht fehlen. Aus pragmatischen Gründen habe ich mich zunächst für eine Tassimo (seinerzeit von Bosch) entschieden.

Irgendwann gab diese allerdings den Geist auf und da mich das System ohnehin nie zu 100 % überzeugt hatte und die Reparatur außerhalb der Garantie mehr gekostet hätte, als die Maschine selbst, suchte ich nach einer Alternative. Ich wollte ein System, das mit ganzen Bohnen zurechtkommt, geschmacklich überzeugt und auch mal eben schnell zwei große Tassen mit dem braunen Lebenselixier füllen kann. Damit schieden also schon einmal sämtliche Pad- und Kapselsysteme aus. Die Kaffeebohnen manuell mahlen und dann in einen Siebträger packen? Ja, das ist wohl der Königsweg, aber für größere Kaffeemengen auch nicht praktikabel – und vor allem zeitintensiv.

Gold! #Kaffee

Ein von Frank Feil (@ffeil) gepostetes Foto am

Ein Kaffeevollautomat soll es werden

So entschied ich mich also vor fast auf den Tag genau vier Jahren für einen Vollautomaten. Bei der Marke gab es nicht viel zu überlegen, denn was Weber für den Grill-Fan, ist das Schweizer Unternehmen Jura für den Kaffee-Liebhaber. Bevor ich darauf aber nun näher eingehe, vielleicht noch ein paar Takte zur Funktionsweise eines Kaffeevollautomaten:

      1. Ein Vollautomat wird mit ganzen Bohnen gefüllt. Je nach Modell sind das in der Regel zwischen 250 und 500 Gramm. Jedes Mal, wenn ihr einen Kaffee zubereitet, wird eine Portion Bohnen frisch gemahlen und fällt über einen Dosierer vom Mahlwerk in die Brühkammer. Wie viele Bohnen gemahlen werden, hängt davon ab, wie stark ihr euren Kaffee gerne trinkt.
      2. Im nächsten Schritt bewegt sich die Brühkammer vor den Druckkolben und der gemahlene Kaffee wird zusammengepresst.
      3. Nun wird Wasser durch das Kaffeepulver gepresst, das schlussendlich als fertiger Kaffee in die Tasse fließt.
      4. Am Ende des Vorgangs fährt die Brühkammer in ihre ursprüngliche Position zurück und der Kaffeesatz landet im Tresterbehälter.

 In der Praxis sieht das dann so aus:

Hallo, Jura Impressa J5!

Das Sortiment von Jura fängt bei rund 600 Euro an und endet im professionellen Bereich irgendwo zwischen 4000 und 5000 Euro. Ich habe mich damals für die Jura Impressa J5 entschieden (wird nicht mehr produziert), die aus meiner Sicht mit rund 700 Euro den besten Kompromiss aus Preis, Leistung und Design darstellte.

Jura Impressa J5

Bereut habe ich das bis heute nicht. Vom Äußeren her war es Liebe auf den ersten Blick: die Kombination aus Piano-White und der silbernen Front sieht einfach schick aus und passt in so gut wie jede Küche. Und dann auch noch die LED-Beleuchtung unterhalb der Düsen… 😉

Noch eine Tasse #Kaffee 😉 #Testshot #omgomd #olympus #em10 #nofilter Ein von Frank Feil (@ffeil) gepostetes Foto am

Was ebenfalls für diesen Kaffeevollautomaten sprach: im Lieferumfang enthalten war bereits die Jura-Feinschaumdüse, mit der man innerhalb von einer Minute ganz phantastische Kaffee-Milch-Variationen (Cappuccino, Latte macchiato, etc.) zaubern kann. Heißes Wasser für einen Tee? Auch das ist kein Problem. Dafür versteckt sich im oberen rechten Fach die Heißwasserdüse. So spart man sich schon den Wasserkocher.

Jura Impressa J5 Jura Impressa J5 Jura Impressa J5 Jura Impressa J5 Jura Impressa J5

Last but not least: Die Jura Impressa J5 kann auch mit bereits gemahlenem Kaffee umgehen (man bekommt ja ab und an vielleicht mal gemahlenen Kaffee geschenkt oder hat gerade keine ganzen Bohnen im Haus).

Ja aber die Hygiene!

Wenn es um Kaffeevollautomaten geht, ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich hoch, dass irgendjemand behauptet, dass diese unhygienisch seien und sich im Inneren schnell Schimmel bildet. Richtig ist, dass gerade der Kaffeesatz anfällig für Schimmel ist – sofern man ihn im Sommer vier Tage in der Küche stehen lässt.

Ich hatte in all den Jahren derweil noch nie Probleme, was die Sauberkeit meiner Jura Impressa J5 angeht. Morgens und abends spült die Maschine jeweils einmal kurz das System durch und in regelmäßigen Abständen muss der Wasserfilter gewechselt oder eine Reinigungstablette eingeworfen werden. Wenn man dann noch mindestens jeden zweiten Tag den Tresterbehälter kurz ausspült, muss man keine Angst vor Schimmelbefall haben.

Guten Morgen! #Coffeetime

Ein von Frank Feil (@ffeil) gepostetes Foto am

Und sonst so? Ja, ein Kaffeevollautomat ist in der Anschaffung nicht ganz so günstig, wie eine Kapsel- oder Pad-Maschine – dient aber auch einem ganz anderen Zweck. Wer zu Hause (vielleicht sogar als ganze Familie) viel und gerne Kaffee trinkt, für den ist ein Kaffeevollautomat definitiv die richtige Wahl, denn das Geld, das man bei der Anschaffung gegenüber anderen Systemen mehr bezahlt, holt man über die Jahre mit den Bohnen locker wieder rein.

Jura Impressa J5

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

3 Kommentare

  1. Pingback: Ausprobiert: Nespresso Monsoon Malabar Limited Edition › @frankfeil

  2. Ich habe mein Jura Studium zwar gehasst, aber meine Jura Impresse liebe ich auch! Meine Erfahrung ist auch, dass sich das investierte Geld auf jeden Fall lohnt. Man hat lange Spaß an der Maschine und der Kaffee schmeckt wirklich ganz fantastisch!

  3. Ich habe eine Jura Ena 5 wird regelmässig gereinigt und entkalkt gestern habe ich die Brühgruppe ausgebaut und gereinigt Dichtungen gewechselt bei der Maschine ist schimmel und Kaffeedreck dort wo man nicht hinsieht aus hygenischen gründen würde ich mir keine jura mehr kaufen sondern ein Fabrikat wo ich die Brühgruppe nach jedem gebrauch reinigen kann aber sonst ist die jura top

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.