Ein Wochenende im Sofitel Legend The Grand Amsterdam

Irgendwann während meiner Schulzeit, es muss die neunte oder zehnte Klasse gewesen sein, haben wir eine Klassenfahrt nach Holland gemacht. Unter anderem auch nach Amsterdam. Das ist mir deshalb so gut in Erinnerung geblieben, weil mir damals das erste und einzige Mal mein Handy (ein Nokia 7110) geklaut wurde. Im vergangenen September habe ich mich nun spontan dazu entschieden, der unter anderem für ihre Tulpenblüte bekannten Hauptstadt der Niederlande, eine zweite Chance zu geben – und einem ganz besonderen Hotel einen Besuch abzustatten: dem Sofitel Legend The Grand Amsterdam.

Ein Hotel mit Geschichte

Das Besondere am Sofitel Legend The Grand Amsterdam ist für mich dessen Geschichte: das Gebäude in dem sich das Hotel heute befindet, existiert bereits seit dem 15. Jahrhundert. Anfangs befand sich darin ein Kloster, danach residierten dort Angehörige des königlichen Hofes. Zeitweise wurde der Gebäudekomplex auch von der niederländischen Marine als Hauptquartier benutzt, bis es zum Rathaus von Amsterdam und schließlich im Juni 2010 nach zwei Jahren Renovierung zum ersten Sofitel Legend-Hotel in Europa wurde. Der älteste Teil der The Grand Amsterdam ist übrigens ein kleiner Turm, der aus dem Jahr 1411 stammt.

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Sofitel Legend Amsterdam The Grand

Wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann, wurde bei der Gestaltung des Hotels großer Wert darauf gelegt, der reichen Historie des The Grand Rechnung zu tragen. Das Sofitel Amsterdam kombiniert französischen Eleganz mit niederländischem Flair. Innerhalb der Räumlichkeiten des Hotels trifft man zudem die Tulpe und den Schmetterling als wiederkehrende Motive an. Alles in allem ein überaus gelungenes Designkonzept.

Zimmer und Suiten mit historischer Note

Das Sofitel Legend The Grand Amsterdam ist mit 177 Zimmern (52 davon sind Suiten) nicht allzu groß, eignet sich aber mit seinen 19 Meeting- und Event-Räumen auch perfekt für große und kleine Veranstaltungen. Besonders hervorzuheben ist dabei die „Marriage Chamber“ für Hochzeiten, die über wunderschöne Fenstermalereien und Freskos von Chris Lebeau verfügt. Hier hat unter anderem Königin Beatrix 1966 geheiratet.

Die Zimmer des The Grand sind in natürlichen Farbtönen wie Beige, Flieder und Creme gehalten. Bei den verwendeten Materialien dominieren Mahagoni, Marmor und Stahl. Besonders charmant sind – gerade im Lichte der Geschichte des Hotels – die Themensuiten. So widmen sich die „Legendary Suites“ berühmten Persönlichkeiten und die „Canal House Suites“ den niederländischen Admirälen, die dort einst gelebt haben. Wer mehr darüber erfahren möchte, wird hier fündig.

Mein Tipp: auf jeden Fall ein Zimmer mit Blick auf den Kanal buchen! Die Aussicht ist wirklich toll und die Schallisolierung der Fenster so gut, dass man von draußen nichts mitbekommt.

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Sofitel Amsterdam Canal House Suite

Für mich persönlich zählen die Zimmer und Suiten des Sofitel Legend The Grand Amsterdam zu den schönsten und einladendsten, die ich je zu Gesicht bekommen habe. Alles passt perfekt zusammen, nichts wirkt abgewohnt oder benutzt. Pluspunkte gibt es für die Nespresso-Maschine und einen Fernseher, der alles kann: TV, Pay-TV, Internet, Zimmer-Service, man kann die bisherigen Rechnungen einsehen und sogar den Check-Out per Knopfdruck erledigen. Tipps für die Tour durch Amsterdam? Kein Problem!

Kritik gibt es freilich auch: das Internet auf den Zimmern ist unsäglich langsam. Und mit langsam meine ich nicht „Man kann keine Filme streamen“-langsam sondern eher „Schon das Surfen im Internet wird zum Abenteuer“-langsam – und das selbst, wenn man die High Speed-Option bucht. Hier sollte wirklich dringend nachgebessert werden, denn selbst wenn man wie wir zum Sightseeing und nicht geschäftlich in Amsterdam ist, gehört schnelles Internet einfach dazu.

Kulinarisches

Wenden wir uns nun aber wieder einem erfreulicheren Thema zu: dem Essen. Im Sofitel Legend The Grand Amsterdam befindet sich das Bridges, das mit seinem Gründer Ron Blaauw und Chefkoch Bobby Rust zu den besten Restaurants in ganz Holland zählt. Wie auch im Hotel selbst werden hier französische und niederländische Traditionen kombiniert.

Die Auswahl an warmen und kalten Speisen sowie Getränken ist riesig – und exotisch. Das fängt schon beim Frühstück an (Must-have: die Waffeln <3):

Sofitel Amsterdam Bridges

Sofitel Amsterdam Bridges

Sofitel Amsterdam Bridges

Sofitel Amsterdam Bridges

Sofitel Amsterdam Bridges

Sofitel Amsterdam Bridges

Und setzt sich beim Abendessen fort. Was ich dabei besonders empfehlen kann (auch wenn ich davon kein Foto gemacht habe): die Pizza Quattro Formaggi. Und ja, mit den richtigen Zutaten kann selbst eine banale Pizza zum kulinarischen Highlight werden.

Sofitel Amsterdam Bridges

Wellness-Fans kommen im Sofitel Amsterdam übrigens auch voll auf ihre Kosten, denn das Hotel verfügt über einen 350 Quadratmeter großen SPA-Bereich, den ich – aus Gründen – nicht fotografiert habe 😉 Wer neugierig ist, schaut hier – und wer seine Zeit in Amsterdam in einem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen und einzigartigen Hotel verbringen möchte, besucht das Sofitel Legend The Grand.

Und Amsterdam so?

Bleibt abschließend noch eine Frage: Was muss man in Amsterdam unbedingt gesehen haben? Wir haben uns da ganz von dieser App leiten lassen, die ich jedem nur empfehlen kann. Sie ist einfach gemacht und nicht übermäßig fancy gestaltet, bietet aber alles, was man für eine Tour durch Amsterdam braucht. Meine persönlichen Highlights: der Hafen, der Zoo und das Tropenmuseum. Ebenfalls sehr populär: das Anne Frank-Haus. Letzteres haben wir uns allerdings nicht angeschaut, da man sich dafür – wie wir inzwischen wissen – am besten schon Wochen zuvor die Tickets sichern sollte. Die Schlange war so lang, dass dort sogar mit „Free WiFi“-Schildern geworben wird, um die Stunden des Wartens erträglicher zu machen. Abschließend noch ein Wort der Warnung: schaut euch bei jeder Richtungsänderung nach Fahrradfahrern um! 😉

Amsterdam

Amsterdam

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Amsterdam

Amsterdam

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Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

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