Wellendorff Boutique Stuttgart: zu Gast beim Manufakturtag

Wie einige von euch wissen, komme ich aus Pforzheim. In den Medien hört man leider nur selten etwas Gutes über die Stadt mit ihren rund 120.000 Einwohnern, die zwischen Karlsruhe und Stuttgart im Nordschwarzwald liegt. Einst jedoch war Pforzheim für seine Schmuck- und Uhrenindustrie weltweit als „Goldstadt“ bekannt – und auch heute noch gibt es Unternehmen, die diesem Ruf alle Ehre machen. Ein Beispiel dafür ist Wellendorff.

Warum ich das Thema hier überhaupt aufgreife? Ganz einfach: am Wochenende konnte ich beim Manufakturtag der Wellendorff Boutique Stuttgart einen Blick hinter die Kulissen des Traditionsunternehmens werfen. Eine Stunde lang plauderte ein Goldschmied des Unternehmens aus dem Nähkästchen.

Dabei habe ich gelernt, dass die Ausbildung eines Wellendorff-Goldschmieds nicht wie üblich drei Jahre sondern fünf Jahre dauert. Erst dadurch sind die Goldschmiede imstande, den Schmuck zu fertigen, für den Wellendorff seit Jahrzehnten weltberühmt ist.

Wohl am bekanntesten dürften die Ringe des Unternehmens sein: sie bestehen aus mindestens vier Komponenten und sind dadurch drehbar – eben das macht sie so einzigartig. Bei den farbenfrohen Modellreihen kommt zudem Kaltemaille zum Einsatz, das stoß- und kratzfest ist. Als Beweis dafür gab es am Samstag dann auch einen Ring zu sehen, der zwischen eine schwere Tresortür geraten war: der Ring selbst war zwar verbogen, aber das Kaltemaille vollkommen unbeschädigt.

Wellendorff

Wellendorff fertigt mit seinen 100 Angestellten ausschließlich in Handarbeit und produziert alles am Standort Pforzheim. Die Herstellung eines einfachen Rings nimmt rund zwei Wochen in Anspruch, bei aufwändigeren Modellen sind es aber auch schon mal vier Wochen oder mehr.

Bei Wellendorff lässt man derweil keinen Zweifel daran, dass man von der Qualität der Schmückstücke vollauf überzeugt ist: auf jedes Wellendorff-Produkt bekommen die Kunden eine lebenslange Garantie. Und falls wider Erwarten doch einmal ein Brillant aus einer Kette oder einem Ring herausbrechen sollte, ersetzt ihn das Unternehmen auf eigene Kosten.

So sieht guter Service aus.

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

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