Ausprobiert: Rübenacker’s Restaurant Kaiser in Keltern

Rübenacker´s Restaurant Kaiser

Vergangene Woche hatten wir nach einer halben Ewigkeit mal wieder Lust, essen zu gehen. Einfach so. Nun muss man wissen, dass es in und um Pforzheim herum nicht allzu viele herausragende Restaurants gibt. Also machte ich mich mal auf die Suche. Vorgaben? Ein kleines aber feines Restaurant sollte es ein. Etwas ausgefallenere Küche? Sehr gerne sogar. Ein Ambiente in dem es nur ums Sehen und gesehen werden geht? Auf keinen Fall.

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Eher durch Zufall stieß ich auf Rübenacker’s Restaurant Kaiser in Keltern. Von außen sieht das Restaurant aus, wie viele andere Gaststätten, die man hier im Enzkreis in den kleineren Gemeinden wie Sand am Meer findet. Aus diesem Grund war ich anfangs auch etwas skeptisch, aber die zahlreichen Auszeichnungen überraschten und überzeugten mich am Ende dann doch:

  • Gault Millau: 15 Punkte und 3 Bestecke
  • Michelin: 2 Bestecke
  • Varta: 2 Diamanten
  • Aral Schlemmeratlas: 3 Bestecke
  • Feinschmecker: 2 F
  • Gusto: 6 Pfannen

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Tja, was soll ich sagen? Das Rübenacker’s macht seinem Ruf alle Ehre. Wir wurden von der Besitzerin Tina Rübenacker, die das Restaurant seit 1994 zusammen mit ihrem Mann Dietmar betreibt, überaus freundlich empfangen und über die zur Auswahl stehenden Menüs informiert. Wir hatten gleich das Gefühl, zu Gast bei Freunden zu sein – und eben das fehlt mir normalerweise bei vielen Restaurants mit gehobener Küche, da die Mitarbeiter allzu sehr darauf bedacht sind, eine kühle Distanz zu den Gästen zu wahren.

Obwohl das Haus, in dem sich das Rübenacker’s befindet mittlerweile über 100 Jahre alt ist, hat man ganz bewusst darauf geachtet, seinen Charakter mit holzgetäfelten Wänden, teilweise alten Dielenböden und Bodenfliesen zu erhalten. Das Interieur überzeugt durch ein modernes Design in rot-orangenen Tönen – so erhält das Restaurant seinen unverwechselbaren Charme.

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Kommen wir zum Essen – dem eigentlichen Highlight des Rübenacker’s. Die Speisekarte wechselt ungefähr alle sechs bis acht Wochen. Zur Auswahl stehen jeweils ein kleines und ein großes Menü. Die Gänge darf man natürlich auch kombinieren.

Als wir im Rübenacker’s zu Gast waren, gab es unter anderem folgende kulinarische Highlights:

    • Jakobsmuscheln (Kartoffel  ▪  Passionsfrucht  ▪  Chorizo  ▪  Basilikum)
    • Duett von Wachtel und Ente (Granny Smith ▪ Wildkräutersalat)
    • Ravioli mit Pecorino (Ofentomate ▪ Weißer Tomatenschaum)
    • Bäckchen vom Irischen Prime Beef (Mediterraner Kartoffelstampf ▪ Fèves ▪ Lardo ▪ Schalottenstroh)
    • Rücken vom Limousin-Lamm (Macadamia ▪ Gemüse-Couscous ▪ Ratatouille)
    • Karamelisiertes Crèmeparfait von der Amalfi-Zitrone (Rosmarin-Sablé ▪ Tarte ▪ Yuzu ▪ Zitronengras-Eis)

Rübenacker´s Restaurant Kaiser Menü

Jeder einzelne Gang war perfekt. Und das sage ich nicht einfach nur so. Ich habe schon in vielen Restaurants gegessen, aber noch nirgends waren die Gänge mit so viel Liebe zum Detail zubereitet und aufeinander abgestimmt, wie im Rübenacker’s. Ein „Gruß aus der Küche“ zwischen den Gängen rundet das Geschmackserlebnis ab. Schade nur, dass ich nicht in den vollen Genuss der Weinbegleitung kommen durfte. Kein Alkohol am Steuer, ihr wisst schon 😉

Wer also mal hier in der Nähe unterwegs ist, und lecker essen gehen möchte, kommt am Rübenacker’s Restaurant nicht vorbei. Ich für meinen Teil freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die nächste Menükomposition, die nach Pfingsten ansteht.

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

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