Der perfekte Gin Tonic – das Mischverhältnis

In den vergangenen Tagen habe ich mit Interesse eure Kommentare zu meinem Naked Gin-Gewinnspiel gelesen. Diese haben einerseits gezeigt, dass es bereits ziemlich viele Gin Tonic-Fans da draußen gibt, andererseits entdecken aber auch immer mehr Leute das Getränk für sich neu.

Der Gin Tonic ist ein klassischer Longdrink und besteht – wie der Name schon sagt – in erster Linie aus Gin und Tonic Water. Das klingt auf den ersten Blick recht einfach. Nun muss man aber bedenken, dass es weltweit hunderte von Gin-Sorten gibt und auch beim Tonic Water ist die Auswahl nicht gerade gering. Zudem hat jeder gute Gin seinen ganz eigenen Geschmack, der wiederum vom verwendeten Tonic Water beeinflusst wird.

Man kann das jetzt beliebig fortsetzen. Theoretisch sind unendlich viele Geschmacksvariationen denkbar. Im Internet werdet ihr zwar zu jedem Gin eine Tonic Water-Empfehlung finden, dabei aber schnell feststellen, dass das alles immer subjektiv ist. Sucht man zum Beispiel nach einem passenden Tonic Water zum Kult-Gin Monkey 47, reichen die Empfehlungen von Fever Tree und Thomas Henry, über 1724 bis hin zu Fentimans – womit bereits die gängigsten Tonic Water genannt wären. Es gibt hier keine absoluten Wahrheiten.

Das Gin-Tonic-Mischverhältnis: 1:1, 1:2, 1:3, 1:4 – ja was denn nun?

Selbiges gilt auch für das Mischverhältnis. Gerade wenn sich jemand neu an das Thema heranwagt, taucht oft als erstes die Frage auf, wie man den perfekten Gin Tonic mixt.  Dabei geht es zunächst gar nicht um irgendwelche Insider-Tricks, sondern lediglich um das Verhältnis zwischen Gin und Tonic Water.

Auch hierzu werdet ihr unzählige Anleitungen im Internet finden, ich für meinen Teil würde euch aber die Trial-and-Error-Methode empfehlen. Tastet euch langsam heran. Auf einigen Seiten wird beispielsweise ein 1:1-Mischverhältnis empfohlen. Geht man davon aus, dass eine handelsübliche Flasche Tonic Water 200 ml fasst, müsste man fast einen viertel Liter Gin dazu kippen. Das hat für mich persönlich mit einem Gin Tonic herzlich wenig zu tun.

Gin Tonic - Mischverhältnis - Infografik

Mein Tipp: kauft euch ein Barmaß beziehungsweise einen Bar Jigger – das sind diese Fingerhut-großen Messbecher. Fangt mit 2 cl Gin auf eine Flasche Tonic Water an. Ja, das dürfte den meisten viel zu schwach sein, aber auf diese Weise lernt ihr zugleich die Unterschiede herauszuschmecken. Beim nächsten Mal nehmt ihr dann 4 cl, und so weiter. Bis ihr das für euch perfekte Mischverhältnis gefunden habt. Experimentiert und lasst euch nicht von irgendwelchen Cocktail-Rezeptbüchern beeinflussen!

Dennoch würde mich natürlich interessieren: Wie trinkt ihr euren Gin Tonic? 😉

Bildquelle: Gin Foundry

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

5 Kommentare

  1. Vollste Zustimmung: kein Dogma draus machen. Abhängig vom Geschmack und der Intensität des Gins, aber auch dem Tonic und nicht zuletzt den eigenen Vorlieben. 1 zu 4 halte ich jedoch bei den meisten G&Ts für passend. Ein vom Alkoholgehalt geringerer und unauffälliger Gin geht auch mit 1 zu 5.

  2. 4cl gin mit dem passenden tonic ist für meinen Geschmack das richtige Verhältnis.

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