Die Zukunft des digitalen Filmverleihs liegt im Video-Streaming zum Festpreis – mit Flatrate

Ich möchte an dieser Stelle gar nicht so viel dazu sagen, aber das Thema Google Play Movies und die entsprechende Preisgestaltung hat gestern ja wieder für ordentliche Diskussionen gesorgt. Grund dafür war vor allem die Preisgestaltung und man bekam nicht selten zu hören, dass zum Beispiel 2,99 € oder 3,99 € für einen Film schlichtweg ein Unding wären.

Genau da liegt das Problem – im konkreten Fall. Als ich die Preise sah, dachte ich aber vielmehr: günstig! Warum? Ich habe daheim unter anderem KabelBW und T-Home Entertain und bin an Preise zwischen 4,99 € und 6,99 € gewöhnt. Bei iTunes sieht es nicht besser aus.

Tatsache! Und genau deshalb behaupte ich, dass ein Angebot her muss, wie es bereits für Musik in Form von Spotify oder Rdio existiert, wenn man wirklich der Filmpiraterie Konkurrenz machen will. Soll heißen:

  • Filme (auch neue Filme und keine alten Möhren, die schon x-Mal im Fernsehen zu sehen waren) können nach Belieben gestreamt werden und das in HD. Es ist eine Zumutung, dass man bei vielen Angeboten noch zwischen SD und HD unterscheidet und dann auch noch für HD einen Euro bezahlen muss. HD heißt übrigens noch lange nicht 1080p, je nach Film bekommt man gerne auch mal nur 720p
  • der Dienst muss plattformübergreifend funktionieren und darf nicht an bestimmte Hardware gebunden sein
  • es muss eine Flatrate zu einem fixen Preis geben, die dann auch tatsächlich das komplette Sortiment beinhaltet und keine Restriktionen hat. Die Flatrate kann meinetwegen auch gut und gerne 30 Euro im Monat kosten – oder sogar mehr. Hauptsache es ist dann auch eine echte Flatrate

Ja, ich weiß, es gibt viele Hindernisse, sowohl gesetzlicher als auch technischer Natur. Aber anders geht es nicht. Oder doch? Was meint ihr?

Veröffentlicht von Frank Feil

Blogger aus Leidenschaft seit über 12 Jahren. Ist selbstständig und macht irgendwas mit Social Media. Liebt das Reisen und guten Gin. Baut zur Zeit ein Haus.

13 Kommentare

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    • Eine andere Konsumart hat doch noch lange nichts damit zu tun, dass ein Bezahlmodell sich als bewährt erwiesen hat. Wir schauen zum Beispiel fast jeden Abend Filme und wenn wir manche nicht einfach aufzeichnen würden, dann hätte ich im Monat weit über 100 € nur für Filme los. Das kannst du gerne als Bullshit sehen, aber solang man für jeden Film einzeln zahlen muss, werden solche Dienste nicht den Durchbruch schaffen.

      • 100€ pro Monat für Filme, 50-100€ für einen Kinobesuch.

        Ich würde gerne mal wissen in welcher Welt du eigentlich lebst, Frank?

        Vor allem liegen deine Kosten für das alles wohl eher im Bereich von 0,0€, da du dir die Sachen ausm Netz ziehst, oder nicht? Wozu also solche Diskussionen?

        • Moment, das mit den 100 Euro im Monat für Filme war rein hypothetisch. Deshalb sagte ich ja: wenn ich das so machen würde. Bislang beziehe ich Filme meistens von iTunes aber eben nur selten und ansonsten nehmen wir mit dem KabelBW-Festplattenreceiver eben Filme von TNT etc. auf, oder bekommen mal Coupons für die Mediathek.

          Beim Kinobesuch habe ich geschrieben 50 Euro, zu zweit, und das in der ganz normalen Welt. Inzwischen gibt es 3D-, Überlängen- und Digitalzuschlag. Kinokarte kostet je nach Film, zumindest in Heidelberg und Umgebung zwischen 11 und 13 Euro. Macht im Schnitt 25 Euro. Popcorn und Getränke, ebenfalls kann ich da nur für Heidelberg bzw. Walldorf sprechen, liegen für zwei Personen je nach Größe zwischen 15 € und 25 €. Natürlich waren 50 € das obere Ende, aber 35 € bis 40 € bleiben immer auf der Strecke. Man kann natürlich auf Getränke und Snacks verzichten 🙂

          • Man kauft aber sicherlich nicht jeden Film, den man sich im TV anschaut. Daher hinkt der Vergleich gewaltig.

            Und zum Kino:
            Hier in München habe ich letzte Woche für Batman 10,50€ pro Karte bezahlt. Popcorn und Co kosten natürlich je nach Größe, aber im Schnitt kommen dann noch etwa 7-8€ pro Person dazu. Wie man da auf 50€ kommen will, ist mir unbegreiflich und das kann ich auch nicht glauben. Nein, auch nicht als oberes Ende.

          • Noch eine Ergänzung: Natürlich kann man irgendwie die 50€ erreichen, das ist dann aber ein unrealistischer Preis und entspricht niemals dem normalen Kinogänger.

          • Ok. Als ich von 50€ gesprochen hatte, dachte ich dabei auch nicht daran, dass man sich auf den Euro genau auf den Betrag bezieht, ich meinte einfach, dass es sehr teuer ist und man schon relativ schnell viel Geld loshaben kann 😉 Ich werde einfach künftig genauere Beträge wählen, um Missverständnissen vorzubeugen 😉

            Grüße Frank

  3. Flatrates, das sag ich schon immer. Sky wirds nächstes Jahr mit der Ausgliederung von Sky Go so bringen, hoffe ich, alles andere wäre eine vergebene Chance.

  4. Das Problem mit der Konkurrenz zur Filmpiraterie wirste so nicht lösen können.

    Du sagst einerseits, dass du 1080p willst, auf der anderen Seite aber, dass es gestreamed werden soll.

    Da muss ich dich leider enttäuschen, das ist technisch nicht drin, wenn du vernünftige Qualität willst. Dazu musst die Datei runterladen.

    Und dann hast du wieder DRM. Und somit auch wieder Beschränkungen zur Abspielbarkeit. Also das Problem wird man nur gelöst kriegen, wenn die Filmindustrie dem Nutzer mehr traut und wie Amazon bei MP3 auf DRM-Freiheit setzt. Und dann 1080p. Und dann entweder vernünftige Preise oder eine fair angesetzte Flatrate.

    Ich leihe Filme vor allem nicht online aus, weil die Qualität abartig schlecht ist. Und dann gibt es teilweise 3 Fassungen vom Film, aber man kann nicht sehen, welche jetzt verkauft wird etc. pp.

  5. Musik als Flatrate ist vollkommen in Ordnung. Bei Filmen brauch ich das allerdings nicht. Der Preis von Google Play ist mit rund 3,99 Euro absolut in Ordnung. Ich schau mir den Film an und der Käse ist gegessen. Eine Flatrate würde ich nicht wollen.

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