Fahrbericht: Probefahrt mit dem neuen Ford Fiesta (2013) durch Rom [Video]

Am vergangenen Wochenende war ich in Rom unterwegs und das nicht zu Fuß, sondern im brandneuen Ford Fiesta, der ab Januar 2013 auch auf unseren Straßen zu sehen sein wird. Seit das erste Modell im Jahr 1976 auf den Markt gekommen ist, wurde der beliebte Kleinwagen über 15 Millionen Mal verkauft und hat so einige designtechnische Veränderungen erfahren. Manchmal waren die Veränderungen recht offensichtlich, manchmal eher subtil.

Die neueste Modellgeneration zählt definitiv zur letzteren Gruppe: abgesehen von einem markanteren Kühlergrill mit eingefassten Scheinwerfern, LED-Tagfahrlicht und einer Motorhaube mit ausgeprägten Konturen hat sich nicht ganz so viel verändert:

Für die Probefahrt hatte ich mir den neuen Fiesta mit EcoBoost-Motor ausgesucht:

  • 1.0 Ecoboost Dreizylinder mit Turbo
  • Hubraum 998 ccm
  • max. Leistung 92 kW/125 PS
  • max. Drehmoment 200 Nm
  • Frontantrieb
  • Höchstgeschwindigkeit 196 km/h
  • 0-100 km/ in 9,4 s
  • Verbrauch 4,3 l Super
  • CO2 99 g/km

Wer Rom kennt, der weiß, dass es dort nicht viele Möglichkeiten gibt, die maximale Beschleunigung beziehungsweise die Höchstgeschwindigkeit auszutesten, auch wenn die Italiener den Anschein erwecken, noch nie etwas von Verkehrsregeln gehört zu haben. Die Höchstgeschwindigkeit ist meiner Meinung nach aber ohnehin egal, denn der Fiesta ist in erster Linie ein Stadtflitzer.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs nicht sonderlich von den 998 ccm Hubraum und den drei Zylindern begeistert war, aber wenn man dann erstmal hinter dem Lenkrad sitzt und das Gaspedal das erste Mal so richtig durchtritt, zeigt sich der EcoBoost-Motor erstaunlich sportlich – selbst der Sound ist ganz ordentlich. Lenkung und Kurvenlage? Alles top. Das gilt nicht nur im Stadtverkehr, sondern auch auf der Landstraße. Auf die Autobahn habe ich es leider in der kurzen Zeit nicht geschafft, ich bin mir aber sicher, dass dort ein sechster Gang von Vorteil gewesen wäre, der beim neuen Fiesta leider nicht zu finden ist.

Aber halt, EcoBoost und so, es geht ja darum, möglichst effizient zu fahren, denn nur so kommt man auf den Verbrauch von 4,3 l. Wer nicht weiß, wie das geht, bekommt Hilfe vom neuen Ford Fiesta, der auf einem Display grüne Blätter für effizientes Fahren vergibt – quasi als Anreiz und Belohnung für richtiges spritsparendes Schalten und Beschleunigen.

Übrigens: es ist leichter die grünen Blätter zu verlieren, als sie dazuzugewinnen ;) Man sollte sich deshalb auch keinen Illusionen hingeben: der Ecoboost-Motor von Ford ist eine Klasse für sich, gerade was die Effizienz betrifft, aber ein entsprechendes Fahrverhalten kann auch dieser Motor nicht ersetzen.

Das Design des neuen Fiesta fällt jung, sportlich und dynamisch aus. Selbiges gilt für die neuen Farben in denen das Auto bestellt werden kann. Mir persönlich sagt die Formgebung zu, aber ich habe auch mit Leuten gesprochen, denen der neue Fiesta überhaupt nicht gefällt. Das perfekte Design ist eben eine Geschmacksfrage und höchst subjektiv.

Obwohl der Fiesta ein Kleinwagen ist, findet man dort inzwischen viele Features, die früher der Mittel- und Oberklasse vorbehalten waren, beispielsweise das Konnektivitätssystem Ford SYNC (hier der ausführliche Artikel dazu) oder Keyless Go. Spannend ist sicherlich auch “My Key” (hier der ausführliche Artikel dazu), ein Feature mit dem man seine Kinder ärgern sicher in den Straßenverkehr entlassen kann.

Im Inneren bietet der neue Ford Fiesta dem Fahrer und Beifahrer erstaunlich viel Platz, während die Rückbank eher für kleinere Personen ausgelegt ist. Der Kofferraum bietet ausreichend Platz für Einkäufe und ähnliches, nicht aber für größere Transporte – wie bei jedem Kleinwagen eben.

Sehr gut gelungen ist Ford das Lenkrad, mit dem fast alle wichtigen Funktionen gesteuert werden können. Der obere teil der Mittelkonsole wirkt dagegen völlig überladen und unübersichtlich. Man braucht ziemlich viel Zeit, um zu verstehen, welcher Schalter nun welche Funktion hat. Hier wäre etwas mehr Minimalismus geboten gewesen.

Abgesehen davon, ist der neue Fiesta für ein Auto seiner Preisklasse im Inneren recht wertig verarbeitet – zumindest habe ich während meiner Probefahrt nichts gefunden, was abgesehen von der Mittelkonsole zu beanstanden wäre.

Ford Fiesta (2013) mit EcoBoost-Motor: Probefahrt in Rom from Frank Feil on Vimeo.

Soweit mein erster Eindruck. Falls ihr Fragen habt, nutzt einfach die Kommentare!

15 Kommentare

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  9. Man kann sagen, was man will, aber Ford hatte schon IMMER eine geniale Designabteilung. Nahezu alle Fords sehen einfach nur geil aus. …. hätt ich doch nur das Geld zu so einem!

    • Mir sagt das Design auch zu, nicht nur beim Fiesta. Ich bin schon jetzt gespannt, wie der Ford Mustang für den deutschen Markt aussehen wird ;)

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  12. Das Video habe ich leider nicht zum Laufen gebracht, deinen Test finde aber ebenso gut wie den 2013er Fiesta.
    Habe leider noch nicht die Gelegenheit gehabt, diesen Probe zu fahren. Ein Freund hat aber schon einmal eine Testfahrt mit dem Fiesta 1.0 Ecoboost gemacht – und war begeistert.
    Einen Blog-Artikel war mir das Auto aber wert. Vielleicht überlegt sich Ford ja zukünftig auch noch den Einsatz von Turbo-Benzinern unter 100-PS.

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